Das Blaulicht auf einem Polizeiwagen (Foto: dpa/Hermann Hay/CITYPRESS24)

Ordnungsdienstmitarbeiter droht Abmahnung

Thomas Gerber / Onlinefassung: Thomas Braun   09.08.2018 | 07:09 Uhr

Das Innenministerium hat ein arbeitsrechtliches Verfahren gegen ein Mitglied des Polizeilichen Ordnungsdienstes (POD) eingeleitet. Dabei geht es um Amtsmissbrauch. Dem 31-Jährigen wird unter anderem vorgeworfen, mit einem Dienstwagen und eingeschaltetem "Blaulicht" durch Saarlouis gefahren zu sein.

Seit einigen Wochen erst verfügt der Ordnungsdienst nicht nur über eigene, grau-blaue VW Golf, sondern auch über ein eigenes blaues Blinklicht. Es ist nicht fest verbaut auf dem Dach des Wagens, sondern kann mittels eines Magneten im Bedarfsfall aufs Dach gesetzt werden. Wobei sich dieser Bedarfsfall vor allem aufs Absichern von Gefahrenstellen bezieht - also beispielsweise bei einem Unfall.

Blaulichteinsatz nur auf Anweisung der Polizei

Einmal mit Blaulicht durch die Stadt...
Audio [SR 3, Thomas Gerber, 09.08.2018, Länge: 03:11 Min.]
Einmal mit Blaulicht durch die Stadt...

Der 31-Jährige aber hatte das Blaulicht einfach mal ausprobiert und soll eine Runde im Raum Saarlouis gedreht haben. Dabei soll das Blaulicht aufgrund der schwachen magnetischen Wirkung allerdings zu Boden gefallen und zu Bruch gegangen sein - ein Verstoß gegen die Vorschriften. Denn Blaulicht auf einem POD-Golf, das geht nur auf Anweisung der richtigen Polizei und auch nur stationär.

Dem Blaulicht-Mitarbeiter wird zudem angekreidet, dass er seine Freundin mit dem Dienstwagen zur Arbeit gefahren haben soll. In beiden Fällen droht ihm nun eine Abmahnung.

Der Polizeiliche Ordnungsdienst POD besteht derzeit aus rund 40 Männern und Frauen und soll in Zeiten des Personalabbaus die Polizei entlasten.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 09.08.2018 berichtet.

Artikel mit anderen teilen