Bauschutt auf der ehemaligen Weide in Oberesch (Foto: SR/Nadine Thielen)

Ärger um Bauschutt in Oberesch

Mit Informationen von Steffani Balle   08.11.2019 | 08:03 Uhr

Die illegale Aufschüttung eines Feldes mit Erde und Bauschutt zwischen Biringen und Oberesch hat am Donnerstagabend den Gemeinderat von Rehlingen-Siersburg beschäftigt. Dabei kritisierten mehrere Räte insbesondere eine mangelhafte Kommunikation der Verwaltung.

Ärger über Bauschutt in Obersch
Audio [SR 3, Steffani Balle, 08.11.2019, Länge: 03:04 Min.]
Ärger über Bauschutt in Obersch

Dass ein Bürger, der sich mit einem dringlichen Anliegen an die Verwaltung wende, zwei Wochen auf eine Antwort warten müsse, sei nicht in Ordnung, schimpfte vor allem die SPD. Immerhin handele es sich bei der Erdablagerung um eine riesige Menge innerhalb eines Naturschutzgebietes inklusive Verschüttung einer Quelle.

Jost spricht von Skandal

Das sei keine Ordnungswidrigkeit mehr, sondern gehe schon in Richtung Straftat, so Umweltminister Reinhold Jost, der für die SPD im Gemeinderat von Rehlingen-Siersburg sitzt. Über so etwas hätte die Verwaltung pro-aktiv informieren müssen. Der eigentliche Skandal sei, dass die Räte erst etliche Wochen später über die Presse von dem Vorfall erfahren haben.

Dass der Besitzer des Grundstücks die Fläche von den aufgeschütteten Erdmassen befreien und die Quelle wieder frei legen muss, habe die zuständige Untere Bauaufsicht des Landkreises Saarlouis bereits verfügt. Das habe bis zum 30. November zu geschehen. Wer für die Ablagerungen verantwortlich war, wurde in der Sitzung nicht thematisiert.

Bürgermeister räumt Fehler ein

Bürgermeister Ralf Collmann räumte ein, dass die Information in dem Fall nicht gut gelaufen sei und versprach Besserung. Der parteilose Bürgermeister ist seit 1. November vorigen Jahres im Amt.

Über dieses Thema wurde auch in der SR3-Rundschau vom 08.11.2019 berichtet.

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