Windenergie (Foto: picture alliance / Zoonar | Maurice Tricatelle)

Mehr Strom aus Wind- und Sonnenenergie für das Saarland

  07.09.2021 | 16:01 Uhr

Wirtschafts- und Energieministerin Anke Rehlinger (SPD) hat am Dienstag einen Energiefahrplan für das Saarland vorgestellt. Er sieht vor, den Anteil des Strombedarfs aus Erneuerbaren Energien bis 2030 zu verdoppeln - von 20 auf 40 Prozent.

Der Energiefahrplan beruht auf zwei Studien, die den Ist-Zustand im Saarland analysieren und daraus Handlungsempfehlungen für die Politik abgeleitet haben. Demnach sollen vor allem Windkraft und Sonnenenergie zum Ausbauziel beitragen, Stromproduktion aus Biomasse und Wasserkraft wird hingegen als weniger großes Potenzial eingeschätzt.

So sieht der Energiefahrplan der Landesregierung aus
Audio [SR 3, Studiogespräch: Renate Wanninger/Janek Böffel, 07.09.2021, Länge: 03:27 Min.]
So sieht der Energiefahrplan der Landesregierung aus

Flächen für Windräder verdoppeln

Um die Ausbauziele zu erreichen, müssen nach Angaben des Wirtschaftsministeriums im Saarland die potenziellen Flächen für Windkraftanlagen verdoppelt werden, um eine tatsächliche Bebauung von zwei Prozent der Landesfläche zu ermöglichen. Kommunen sollen bei der Planung unterstützt werden.

Video [aktueller bericht, 07.09.2021, Länge: 2:28 Min.]
Rehlinger stellt Energiefahrplan vor

Auch beim Bau von privaten Photovoltaikanlagen soll das Land helfen. Laut Rehlinger ist die Photovoltaik im Saarland die günstige Form der Erneuerbare Energien Förderung. Bei Eigenheimbesitzern will man dafür werben und fördern. Einen Zwang, diese bei Neubauten zu installieren, soll es allerdings weiter nicht geben. Ganz ausgeschlossen sei dies zukünftig aber nicht.

Von 20 auf 40 Prozent

Insgesamt soll der Anteil der Erneuerbaren Energien am saarländischen Stromverbrauch bis 2030 von 20 auf 40 Prozent steigen. „Das ist das unter den heutigen Umständen Mögliche. Es wird in den nächsten Jahren darauf ankommen, die Bedingungen zu verändern – vor allem auf Bundesebene. Dann ist mehr erreichbar und das muss auch unser Anspruch sein“, sagte Rehlinger.

Verpflichtend ist der Energiefahrplan allerdings nicht. Die Maßnahmen sind bisher nur Empfehlungen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 07.09.2021 berichtet.

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