Schülerinnen und Schüler nehmen am Unterricht teil. (Foto: picture alliance/Arne Dedert/dpa)

Elternvertretung gegen Rückkehr zum Hybrid-Unterricht

  30.10.2020 | 17:36 Uhr

Die Gesamtlandeselternvertretung des Saarlandes hat der Forderung nach einer Rückkehr zum Hybrid-Unterricht eine Absage erteilt. Der Präsenzunterricht müsse sichergestellt werden, so die Eltern. Ein wöchentlicher Wechsel zwischen Präsenz- und Fernunterricht sei nur die vorletzte Stufe vor Schulschließungen. Auch die Landeselterninitiative spricht sich für den Präsenzunterricht aus. Gleichzeitig fordert sie weitere Maßnahmen wie etwa eine Ausdehnung der Unterrichtszeiten.

Die Landeselternvertretung des Saarlandes spricht sich damit gegen die Rückkehr zum sogenannten Hybrid-Unterricht aus, die der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) sowie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Donnerstag gefordert hatten.

„Allerdings stimmen wir der Forderung nach kleineren Klassen, mehr Personal und weiteren Investitionen in die Sicherheitsausstattung der Lehrer im Saarland zu“, betonten die Vorsitzenden der Elternvertretung.

Bevor es zu Hybrid-Unterricht oder gar Schulschließungen komme, müsse die Betreuung der Kinder, die nicht zuhause bleiben könnten, gewährleistet werden, so die Elternvertretung. Dazu müsse auch geprüft werden, ob Lehrer aus der Verwaltung wieder temporär in den aktiven Schuldienst wechseln könnten.

Unterrichtszeiten ausdehnen

Die Landeselterninitiative begrüßt die Entscheidung von Bund und Ländern die Schulen geöffnet zu lassen. Es müsse alles getan werden, dass die sozialen Ungerechtigkeiten, die Fernunterricht mit sich bringe, nicht eintreten und berufstätige Eltern nicht vor Betreuungsschwierigkeiten gestellt werden.

Trotzdem müsste es jetzt Veränderungen geben: Die Landeselterninitiative fordert unter anderem, dass die Maskenpflicht ausgedehnt wird und die Schulräume mit Luftreinigungsgeräten ausgestattet werden. Die Schulen müssten die Möglichkeit haben, die Unterrichtszeiten notfalls auch auf den Nachmittag auszudehnen oder andere öffentliche Räume dafür zu nutzen.

Sollte der Schulbetrieb eingeschränkt werden müssen, sollten vor allem jüngere Kinder und Klassen vor Prüfungsjahren für den Präsenzunterricht bevorzugt werden.

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