Symbolbild: Ein Kind wird geimpft (Foto: dpa)

Eltern klagen gegen Masern-Impfpflicht

  01.03.2020 | 14:40 Uhr

Vertreter mehrerer Familien mit Kleinkindern haben beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Eilanträge und Verfassungsbeschwerden gegen die Masern Impfpflicht eingereicht. Sie sehen das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit der Kinder, das Erziehungsrecht der Eltern und Gleichheitsgrundsätze verletzt.

Bei der Aktion wollen sich die Eltern nicht gegen die Impfung an sich einsetzen, sondern gegen den Zwang, der eine selbstbestimmte Entscheidung nicht mehr zulasse.

Masernschutz ab 1. März
Schulpflicht schlägt Impfpflicht

Ab heute gilt in Deutschland eine gesetzliche Masern-Impflicht für Kinder in Kitas und Schulen. Eltern müssen vor der Aufnahme nachweisen, dass ihre Kinder geimpft sind.

Gesundheitsministerin Monika Bachmann hat davor gewarnt, Masern zu unterschätzen. Sie betonte, die Infektionskrankheit sei keineswegs harmlos und könne sogar tödliche Folgen haben. Sie betonte außerdem, dass gegen Eltern, die ihre in Gemeinschaftseinrichtungen betreuten Kinder nicht impfen lassen, ein Bußgeld in Höhe von bis zu 2500 Euro verhängt werden kann.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 01.03.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja