Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser durch Starkregen in Bliesransbach (Foto: Pasquale d'Angiolillo)

Flutschäden können besser versichert werden

Uli Hauck   26.09.2018 | 13:59 Uhr

Im Saarland können sich künftig mehr Hauseigentümer gegen Überschwemmungen versichern. Nach Angaben von Umweltminister Reinhold Jost (SPD) wurde jetzt ein Fehler beim Versicherungsschutz gegen Flutschäden beseitigt.

Demnach gilt für mehr als 650 Gebäude in der Nähe der Saar nicht mehr die höchste Gefahrenstufe. Dadurch können diese Gebäude - so Jost - erstmals überhaupt oder zu besseren Bedingungen versichert werden.

Die Gebäude in Saar-Nähe waren bislang gar nicht oder höchstens zu sehr teuren Bedingungen versicherbar, weil sie von den Versicherungen in der höchsten Gefährdungsgzone vier eingestuft wurden. Das bedeutet, statistisch findet an den betroffenen Standorten einmal in zehn Jahren ein Hochwasser statt. Bei dieser Bewertung der Versicherer wurde aber offenbar ein Hochwasserdeich übersehen, was jetzt korrigiert wurde.

Video [aktueller bericht, 26.09.2018, Länge: 3:05 Min.]
Verbesserung beim Versicherungsschutz für Hausbesitzer

Gutachten sollen erstellt werden

Für weitere 2000 bislang nicht versicherbare Gebäude will das Umweltministerium Gutachten bezuschussen, um Versicherungen vielleicht doch möglich zu machen. Insgesamt sind von den rund 325.000 Gebäuden im Saarland rund 300.000 in der niedrigsten Gefährdungszone eins.

Für sie sind – nach Angaben der Versicherungswirtschaft – sogenannte Elementarschaden-versicherungen für rund 100 Euro im Jahr möglich. Aktuell sind rund 27 Prozent der saarländischen Hausbesitzer gegen Hochwasser und Starkregen versichert.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 26.09.2018 berichtet.

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