Mitarbeiter einer Klinik demonstrieren. (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Kalaene)

Uniklinik rechnet mit Einschränkungen durch Streik

  24.11.2021 | 07:58 Uhr

An der Uniklinik in Homburg wird es auch heute aufgrund eines Warnstreiks zu Einschränkungen kommen. Die Notfallversorgung sei zwar gewährleistet, es komme aber zu Absagen von geplanten Operationen, teilte die Klinik mit. Zudem sei im Ambulanzbereich mit längeren Wartezeiten zu rechnen.

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst haben der Deutsche Beamtenbund, die GEW und Verdi für Dienstag zu einem landesweiten Warnstreik aufgerufen. Davon betroffen ist auch die Uniklinik in Homburg.

Laut der Gewerkschaft Verdi verlief der Streik am Dienstag ohne größere Zwischenfälle. Auch in der Nacht sei die Streikwache am Haupttor durchgehend besetzt gewesen.

Einschränkungen auch am Mittwoch

Die Uniklinik Homburg rechnet auch am Mittwoch noch mit Einschränkungen, sowohl im Ambulanzbereich als auch im OP-Betrieb. Patienten müssten sich auf längere Wartezeiten einstellen, geplante Termine könnten möglicherweise nicht stattfinden.

Soweit es medizinisch vertretbar sei, würden Operationen verschoben, teilte ein Kliniksprecher mit. Dringliche Operationen allerdings würden stattfinden. Auch die Notfallversorgung sei gewährleistet. Ebenso sei vereinbart, dass die Covid-Intensivbereiche nicht bestreikt werden dürften.

Nächste Verhandlungsrunde am Wochenende

Die Gewerkschaften wollen mit dem Warnstreik noch einmal den Druck auf die Länder erhöhen, bevor am kommenden Wochenende in Potsdam die nächste Verhandlungsrunde ansteht. Sie fordern unter anderem fünf Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro mehr pro Monat. Für die Beschäftigten im Gesundheitswesen soll es mindestens 300 Euro mehr geben.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 22.11.2021 berichtet.

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