Symbolbild: Bushaltestelle (Foto: SR / Felix Schneider)

Deutliche Einschränkungen im ÖPNV

  13.03.2020 | 15:21 Uhr

Zur Eindämmung der Corona-Epidemie haben die Behörden und Verkehrsunternehmen einschneidende Maßnahmen beschlossen. Im Raum Saarbrücken gilt ab Montag werktäglich der Samstagsfahrplan, der Verkehr nach Frankreich wird eingestellt, ebenso der Schul- und Nachtbusverkehr.

Ab Montag wird im Saarland der Ferienfahrplan angeordnet - einen Schulbusverkehr wird es nur noch analog zur Notbetreuung an den Schulen geben, teilte das Verkehrsministerium am Freitag mit. Dieser Rumpfverkehr soll in Absprache zwischen Schulträgern, Kreisen und Verkehrsunternehmen eingerichtet werden. Details dazu sind noch nicht bekannt.

Video [aktueller bericht, 13.03.2020, Länge: 2:41 Min.]
Sicherheitsvorkehrungen im öffentlichen Nahverkehr

Saarbahn nur noch bis Hanweiler

Corona-Prävention: Deutliche Einschränkungen im ÖPNV
Audio [SR 3, Sarah Sassou, 13.03.2020, Länge: 01:11 Min.]
Corona-Prävention: Deutliche Einschränkungen im ÖPNV

Der grenzüberschreitende Verkehr nach Frankreich wird ab Montag bis auf Weiteres komplett eingestellt. Dann fährt zum Beispiel die Saarbahn nur noch bis Hanweiler. Auch die Buslinien von Saarlouis nach Creutzwald und von Saarbrücken nach Stiring Wendel sowie die nach Forbach sind betroffen. Die Luxemburg-Express-Busse sind weiterhin im Einsatz. Das zuständige luxemburgische Verkehrsministerium will aber weitere Sicherheitsmaßnahmen ergreifen.

Auch wenn der sonstige Linienverkehr im Saarland vorerst grundsätzlich bedient wird, wird der Fahrplan örtlich ausgedünnt. In Saarbrücken gilt ab kommenden Montag an allen Werktagen grundsätzlich der Samstagsfahrplan mit weniger Verbindungen.

Keine Tickets mehr beim Busfahrer

Als weitere Sicherheitsmaßnahmen wurden zudem beschlossen, dass künftig beim Busfahrer keine Fahrscheine mehr gekauft werden können. Wer keine Abokarte hat, muss sein Ticket am Automaten oder per Handy kaufen. Zudem dürfen Fahrgäste nicht mehr an der vorderen Tür einsteigen, der Fahrerplatz wird zusätzlich geschützt. Für Inhaber von Ticket-Abonnements werde nach einer kulanten Ausgleichsregelung gesucht.

"Priorität Nummer Eins muss in der derzeitigen Lage haben, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen", begründete Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) die Maßnahmen und warb um Verständnis. Das Ministerium schließt nicht aus, dass je nach Entwicklung der Lage die Fahrpläne noch mehr eingeschränkt und weitere Verkehre eingestellt werden.


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