Testament mit Geldscheinen und einem Häuschen. (Foto: Imago/Imagebroker/Bergsteiger)

Gestiegene Einnahmen durch Fiskalerbschaften

  25.07.2018 | 12:03 Uhr

Das Saarland hat im vergangenen Jahr durch insgesamt 53 Fiskalerbschaften rund 260.000 Euro eingenommen. Das war mehr als in den vorausgegangenen sechs Jahren.

Nach Angaben des Finanzministeriums kamen von 2011 bis 2017 durch knapp 400 Fiskalerbschaften insgesamt rund 640.000 Euro in die Landeskassen. Eine Fiskalerbschaft gibt es dann, wenn nach einem Todesfall keine lebenden Erben ermittelt werden können oder wenn das Erbe ausgeschlagen wird. In solchen Fällen geht das Erbe automatisch in den Besitz des jeweiligen Bundeslands über.

Fiskalerbschaft kann kosten

Fiskalerbschaften bringen in der Regel einen erhöhten Aufklärungsaufwand mit sich. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Fiskus nur einen Miteigentumsanteil an einem Grundstück erbt. Werden beispielsweise baufällige Immobilien erworben, trifft das Land die Verkehrssicherungspflicht oder gegebenenfalls fallen Abrisskosten an. Dadurch entstand beispielsweise im Jahr 2015 für das Saarland durch Fiskalerbschaften in der Bilanz ein Minus von 68.000 Euro.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 25.07.2018 berichtet.

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