Ein Mitarbeiter überwacht den Abstich des flüssigen Eisens (Foto: dpa/Patrick Pleul)

Ein Jahr Allianz für Stahl

Karin Mayer   21.10.2019 | 07:00 Uhr

Ein Jahr nach der Gründung der Allianz für Stahl ist die Lage in der Stahlindustrie schwieriger als zuvor. Das sagte Lars Desgranges von der IG Metall Völklingen dem SR. Zwar seien sich politsch alle einig, dass die Stahlindustrie in Deutschland erhalten bleiben müsse. Die politischen Erfolge der Allianz seien aber überschaubar.

Ein Jahr Stahl-Allianz der Bundesländer
Audio [SR 3, Karin Mayer, 21.10.2019, Länge: 03:06 Min.]
Ein Jahr Stahl-Allianz der Bundesländer

Trotz Allianz für Stahl: Die Rahmenbedingungen für die Stahlunternehmen haben sich weiter verschlechtert. Lars Desgranges von der IG Metall Völklingen sagte dem SR, die politischen Erfolge der Allianz seien überschaubar. Bisher sei es aber lediglich gelungen, das Wachstum der Importmengen für Stahl von fünf auf drei Prozent zu begrenzen. Die steigenden Importquoten führten dazu, dass Stahl nicht mehr in Deutschland produziert werde. Die Stahlindustrie verliere derzeit konjunkturell bedingt Aufträge aus der Autoindustrie. 

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) sieht den Zusammenschluss der elf Bundesländer trotzdem als großen Vorteil. Dem SR sagte sie, die Stahl-Allianz sei das Sprachrohr der Länder mit Stahlindustrie. Gerade jetzt, wo die Stahlindustrie mit heftigem Gegenwind konfrontiert sei, trage die Allianz die Belange der Stahl-Länder in die Öffentlichkeit. 

Elf Bundesländer gehören der Stahl-Allianz an

Die Allianz für Stahl wurde vor einem Jahr beim nationalen Stahlgipfel in Saarbrücken von sechs Bundesländern gegründet. Inzwischen sind elf Bundeländer Mitglied in der Stahl-Allianz. Neben dem Saarland und NRW gehören Bayern, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen sowie Thüringen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Sachsen dem Bündnis an.

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