Produktion des Automobilzulieferers Eberspächer in Neunkirchen (Foto: Karin Mayer/SR)

Cyber-Angriff legt Eberspächer lahm

mit Informationen von Peter Sauer   26.10.2021 | 15:04 Uhr

Der Automobil-Zulieferer Eberspächer ist am Sonntag Opfer eines Cyber-Angriffes geworden. Auch das Werk in Neunkirchen ist betroffen und steht seither still. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Hacker haben am Sonntagvormittag den international tätigen Automobilzulieferer Eberspächer mit einem großen Cyber-Angriff lahmgelegt. Auch die Website ist nicht erreichbar.

Zum Schutz der Kunden und Mitarbeiter wurden nach Bekanntwerden des Angriffs sofort die notwendigen Schritte eingeleitet, um den Angriff entgegenzuwirken, teilte das Unternehmen mit.

Cybersicherheits-Experten eingeschaltet

Wie eine Unternehmenssprecherin dem SR mitteilte, wird man nach Rücksprache mit den Sicherheitsbehörden keine Details zum Angriff bekannt geben. Ein Notfallteam arbeite zurzeit mit externen Cybersicherheits-Experten daran, das Problem zu lösen. Wie lange das dauere, dazu wollte Eberspächer keine Angaben machen.

Ermittlungen zu dem Vorfall laufen

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stuttgart teilte mit, dass wegen des Verdachts der Computersabotage und der versuchten Erpressung ermittelt werde.

Eberspächer produziert für die Autoindustrie Klimaanlagen, Heizungen, Abgastechnik und Fahrzeugelektronik. Weltweit hat das Unternehmen rund 9900 Mitarbeiter an 80 Standorten – elf davon sind in Deutschland.

SR-Reporter Peter Sauer zum Cyber-Angriff bei Eberspächer
Audio [SR 3, Studiogespräch: Simin Sadeghi/Peter Sauer, 26.10.2021, Länge: 02:47 Min.]
SR-Reporter Peter Sauer zum Cyber-Angriff bei Eberspächer
Nichts geht mehr beim Automobilzulieferer Eberspächer. Das Unternehmen wurde am Sonntag Opfer eines Cyber-Angriffs. Auch das Werk in Neunkirchen ist betroffen und steht still. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen. Mehr dazu von SR-Reporter Peter Sauer im Studiogespräch.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 26.10.2021 berichtet.

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