Elektroauto an einer Ladesäule (Foto: picture alliance/Patrick Pleul/zb/dpa)

Bewilligungsquote der E-Auto-Prämie im Saarland am niedrigsten

  14.08.2020 | 11:59 Uhr

Knapp drei von vier Anträgen auf die Kaufprämie für Elektroautos sind laut Bundesregierung bisher bundesweit genehmigt worden. Die niedrigste Bewilligungsquote der E-Auto-Prämie gab es im Saarland.

Mit 70 Prozent weist das Saarland die niedrigste Bewilligungsquote der E-Auto-Prämie auf. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor. Am höchsten lag die Quote demnach mit 76 Prozent in Berlin und Nordrhein-Westfalen. Bundesweit liegt die Bewilligungsquote bei 73 Prozent.

Knapp 235.000 Anträge insgesamt

Insgesamt wurden demnach knapp 235.000 Anträge gestellt. Die FDP kritisierte, dass mehr als jeder vierte Antrag auf die E-Auto-Kaufprämie abgelehnt wurde. Die Bundesregierung müsse auch strukturelle Probleme ansprechen und nachbessern.

Das Bundeswirtschaftsministerium stellte nach SR-Anfrage klar, dass nicht-bewilligte Anträge nicht automatisch abgelehnte Anträge seien. "In vielen Fällen handelt es sich um Anträge, die aktuell noch bearbeitet werden. Im Februar gab es beim Umweltbonus einen Wechsel vom zweistufigen zu einem einstufigen Antragsverfahren. Damit ist das Verfahren für die Bürger bereits erheblich einfacher und weniger bürokratisch", so Sprecherin Annika Einhorn. Die Ablehnungsquote gehe seitdem auch zurück und liege aktuell bei circa fünf Prozent.

Geringes Interesse im Saarland

Im vergangenen Jahr sind nach Angaben des Saarländischen Kfz-Verbands im Saarland wegen geringer Nachfrage lediglich 618 Kaufprämien für E-Autos ausgezahlt worden.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 14.08.2020 berichtet.

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