Symbolbild DSGVO (Foto: dpa/Fabian Sommer)

DSGVO: Über 830 Anfragen und Beschwerden

Florian Mayer   10.04.2019 | 18:03 Uhr

Als voriges Jahr die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten ist, war für Monika Grethel klar: Das gibt Arbeit! Sie ist die Leiterin des Unabhängigen Datenschutzzentrums im Saarland und hat am Mittwoch den Bericht für die vergangenen zwei Jahre vorgelegt.

Über 830 Anfragen und Beschwerden rund um die DSGVO sind beim Unabhängigen Datenschutzzentrum in Saarbrücken von Mai bis Dezember 2018 eingegangen. Und das seien nur die schriftlichen Eingaben. Dazu kämen noch unzählige Anfragen per Telefon, erklärte Monika Grethel. Eine Herausforderung, die kaum zu bewältigen gewesen sei. Zwar wurde das Datenschutzzentrum von 13 auf 19 Stellen aufgestockt. Eine ausreichende Anzahl an Mitarbeitern ist mit Blick auf die Zukunft laut Grethel damit aber immer noch nicht erreicht.

Video [aktueller bericht, 10.04.2019, Länge: 3:00 Min.]
Veröffentlichung des Datenschutzberichtes

Neben den DSGVO-Anfragen habe auch die Zahl der Cyberattacken auf saarländische Unternehmen zugenommen, erklärte die Datenschützerin. Meist handele es sich um Angriffe, bei denen Unternehmensdaten verschlüsselt und erst gegen Zahlung eines Geldbetrages wieder freigegeben werden. Zudem seien seit Anfang 2019 70 Datenpannen gemeldet worden. Dabei handelt es sich laut Grethel meistens um den Verlust von Diensthandys, Laptops oder Patientendaten in Praxen.

Über dieses Thema wurde auch in der SR3-Rundschau vom 10.04.2019 berichtet.

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