Amphetamine (Foto: Imago/Panthermedia)

Land investiert in mehr Streetworker

Nelly Theobald / Onlinefassung: Daniel Dresen   16.01.2020 | 18:11 Uhr

Nach der Rekordzahl von 36 Drogentoten im vergangenen Jahr reagiert die Landesregierung. Sie stellt Gelder für zwei neue Streetworker bereit.

36 Drogentote im Saarland - so viel wie noch nie. Augrund dieser Entwicklung rief der Expertenbeirat Drogen am Donnerstag zu einer Sondersitzung ein. Dem Expertenbeirat gehören Vertreter der Polizei, des Drogenhilfezentrums, der Rechtsmedizin sowie Gesundheitsexperten an. Bittere Erkenntnis des Gremiums: Die bisherigen Hilfestellungen kommen nicht bei den Drogenkonsumenten an. Viele der Drogenopfer im Jahr 2019 waren weder der Polizei noch im Drogenhilfezentrum bekannt.

Video [aktueller bericht, 16.01.2020, Länge: 3:30 Min.]
Reaktion auf steigende Zahl der Drogentoten

1,5 Millionen Euro jährlich

Im Kampf gegen den Drogenmissbrauch stellt die Landesregierung nun 90.000 Euro für zwei Streetworker-Stellen zur Verfügung. Das teilte der Drogenbeauftragte der Landesregierung, Stephan Kolling, mit.

Die Streetworker sollen vor allem im Regionalverband Saarbrücken tätig sein, weil dort im vergangenen Jahr die meisten Drogentoten gefunden wurden. Insgesamt wurden die Mittel für den Kampf gegen Drogenmissbrauch auf jährlich 1,5 Millionen Euro aufgestockt. In den nächsten Monaten soll das Präventionsangebot gemeinsam mit den Landkreisen und Sozialpartnern neu geordnet. Dabei übernehme das Land die Kosten.

Über dieses Thema hat auch die Sendung "aktuell" im SR-Fernsehen am 16.01.2020 berichtet.

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