Der 3. Regionale Stahlgipfel findet am 08.07.2021 in Völklingen statt. (Foto: Yvonne Schleinhege / SR)

Einheitliche Förderstrategie für klimaneutrale Stahlindustrie gefordert

Yvonne Schleinhege   08.07.2021 | 21:01 Uhr

Saar-Wirtschaftsministerin Rehlinger hat auf dem 3. Regionalen Stahlgipfel in Völklingen eine abgestimmte Förderstrategie der Bundesregierung für einen klimaneutralen Umbau der Stahlindustrie gefordert. Gleichzeitig rief sie die Stahlunternehmen zu mehr Engagement für die klimaneutrale Produktion auf. Das Wirtschaftsministerium, Arbeitnehmervertreter und Verbände haben eine gemeinsame Resolution unterzeichnet.

Etwa vier Milliarden Euro wird wohl allein die Umstellung der saarländischen Stahlindustrie hin zu klimaneutralen Produktionsverfahren kosten. Das könne nicht allein von der Branche getragen werden, sondern es bedürfe einer Förderung der Investitionen und des laufenden Betriebes, so die Unterzeichner der Resolution.

Das Bundeswirtschaftsministerium hat der saarländischen Stahlindustrie eine Millionenförderung zugesagt, die EU muss die Gelder genehmigen. Durch die Investitionen soll in Dillingen künftig Wasserstoff im Hochofen eingesetzt werden können, um CO2 einzusparen. Für die saarländische Stahlindustrie wäre dies ein erster Schritt zur Klimaneutralität.

Diskussion um finanzielle Unterstützung

Allerdings verweigert nun möglichweise das Bundesumweltministerium die finanzielle Unterstützung für das Projekt. Das könne so nicht sein, sagte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD). Auch deshalb habe man auf dem Gipfel die Resolution mit der Gewerkschaft und dem Verband der Saarhütten unterzeichnet. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) versprach bei dem Gipfel in Völklingen, gleich am Montag das Gespräch mit der Bundesumweltministerin zu suchen.

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Rehlinger forderte am Rande des Gipfels auch ein größeres Engagement der saarländischen Stahlunternehmen. Das Bundesumweltministerium müsse davon überzeugt werden, dass die saarländische Stahlindustrie es ernst meine mit der klimaneutralen Produktion.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 08.07.2021 berichtet.


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