Zugtyp Régiolis/Coradia Polyvalent  (Foto: ALSTOM Transport / TOMA – C. Sasso/Pressefoto)

Neue Bahnverbindungen nach Frankreich

  21.05.2019 | 15:49 Uhr

Das Saarland wird gemeinsam mit der Region Grand Est neue grenzüberschreitende Bahnverbindungen schaffen. Das hat Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) angekündigt. Bis 2024 soll es drei neue Verbindungen zwischen Frankreich und Deutschland geben.

Die neuen grenzüberschreitenden Bahnverbindungen Saarbrücken-Metz, Saarbrücken-Straßburg und Metz-Thionville-Perl-Trier sollen bis Dezember 2024 so ausgebaut und angepasst werden, dass Zugreisende an den Grenzen nicht mehr umsteigen müssen.

Video [aktueller bericht, 21.05.2019, Länge: 2:50 Min.]
Grenzüberschreitender Bahnverkehr für die Großregion

„Das Freundschaftsband zwischen Deutschland und Frankreich besteht auch aus Schienen – und es läuft mitten durch das Saarland“, sagte Anke Rehlinger bei der Vorstellung der Pläne. „Wir machen damit das Angebot deutlich besser.“ Bemerkbar machen werde sich die Umstrukturierung vor allem in mehr Fahrten: Geplant sind eine stündliche Verbindung nach Metz und alle zwei Stunden eine nach Straßburg.

Saarland zahlt sieben Millionen Euro

Kollegengespräch: "Die Region Grand Est ist bereit, richtig viel Geld in die Hand zu nehmen"
Audio [SR 3, Kollegengespräch: Renate Wanninger/Ulli Hauck, 21.05.2019, Länge: 02:15 Min.]
Kollegengespräch: "Die Region Grand Est ist bereit, richtig viel Geld in die Hand zu nehmen"

Um die unterschiedlichen Zugsysteme anzugleichen, werden insgesamt rund 40 Millionen Euro investiert. Das Saarland bezahlt davon etwa sieben Millionen. Die Region Grand Est wird die Hälfte der Kosten übernehmen und zusätzlich 30 neue Züge für insgesamt 282 Millionen Euro anschaffen. Zehn davon sollen dann auch im Saarland im Einsatz sein.

Der Ausbau ist Teil eines Großprojektes, das das Saarland, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gemeinsam mit der federführenden Region Grand Est angehen wollen. Dazu gehören unter anderem Fahrpläne und Tarife.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten am 21.05.2019 berichtet.

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