Weiße und blaue Hemden mit dem saarländischen Polizeiwappen (Foto: dpa)

Jetzt drei Bewerber für Posten des Polizei-Vizepräsidenten

Thomas Gerber   14.05.2020 | 07:42 Uhr

Die Frage, wer Nachfolger von Hugo Müller als Vizepräsident des Landespolizeipräsidiums wird, ist zum Politikum geworden. Bislang lagen zwei Bewerbungen dafür vor. Mittwochabend ist nun noch eine dritte Bewerbung hinzugekommen.

Bisher war die Spitze des Landespolizeipräsidiums mit dem SPD-Mitglied Müller und dem Christdemokraten Norbert Rupp als Präsident sozusagen "großkoalitionär" besetzt. Nachdem Innenminister Klaus Bouillon (CDU) die Stelle - für viele überraschend - ausgeschrieben und nicht "intern" wiederbesetzt hatte, lagen jedoch nur zwei Bewerbungen vor. Darunter keine eines Sozialdemokraten.

Jetzt drei Bewerber

Sozusagen auf den letzten Drücker hat sich nun aber die Bewerberzahl auf drei erhöht. Nachdem die Frauenbeauftragte mit ihrem Widerspruch gegen eine Frist-Verlängerung erfolgreich war, endete der Abgabetermin um Mitternacht. Am späten Abend entschied sich nach SR-Informationen der Chef der Polizeiinspektion Saarbrücken, Udo Schneider, seinen Hut doch in den Ring zu werfen, reichte seine Unterlagen ein. Der 56-Jährige ist Sozialdemokrat, saß mal im Ortsrat und war Favorit der SPD-Landtagsfraktion im Rennen um die Nachfolge Müllers.

Wer macht das Rennen?

Im Auswahlverfahren trifft er jetzt auf den Leitenden Polizeidirektor Peter Fuchs, der für die CDU bei der OB-Wahl in Homburg angetreten war, und auf die parteilose Kripochefin Natalie Grandjean. Nun geht es um die von Minister Bouillon geforderte Bestenauslese, wobei alle drei Bewerber durchaus imposante Polizeikarrieren vorzuweisen haben.

Formal die beste Beurteilung hat offenbar Schneider. Bei der Auswahl könnten aber durchaus die Frauenförderung sowie der alte Konflikt zwischen Schutz- und Kriminalpolizei eine Rolle spielen. Beides könnte für die Vizekripochefin Grandjean sprechen.

Über dieses Thema berichtet auch die SR3-Rundschau am 14.05.2020.

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