Themenfoto: Finanzen (Foto: IMAGO / agefotostock)

Verfahren wegen Doppelbesteuerung der Rente abgewiesen

Karin Mayer   30.04.2021 | 13:50 Uhr

Der Streit um eine mögliche Doppelbesteuerung der Rente schlägt hohe Wellen. Eine saarländische Rentnerin muss nun trotzdem Steuern nachzahlen. Das hat das Finanzgericht des Saarlandes entschieden und ein enstprechendes Eilverfahren abgewiesen.

Das Finanzgericht des Saarlandes hält es zwar für möglich, dass es zur Doppelbesteuerung der Renten kommt. Im Fall der Antragstellerin wurde aber laut Gericht keine Doppelbesteuerung nachgewiesen. Das habe eine summarische Prüfung - also eine grobe Berechnung - ergeben.

5000 Euro Nachzahlungen

Die Frau muss nun wie vom Finanzamt gefordert rund 5000 Euro Steuern nachzahlen. Dagegen hatte sie Einspruch eingelegt und in einem Eilverfahren verlangt, dass die Steuerschuld bis zu einer endgültigen Entscheidung ausgesetzt wird. Die Betroffene kann sich nun mit ihrem Anliegen an die nächste Instanz, den Bundesfinanzhof, wenden.

Braun will Doppelbesteuerung kippen

Die Rentnerin hatte sich auf die Formel des Saarbrücker Finanzmathematikers Klaus Schindler berufen. Nach seinen Berechnungen wird 19,17 Prozent ihrer Rente doppelt besteuert.

Bereits im vergangenen Jahr hat ein Saarländer gegen die Doppelbesteuerung der Renten geklagt. Steuerberater Heinrich Braun will die Doppelbesteuerung der Renten kippen. Dem SR sagte er, das könne nur das Bundesverfassungsgericht entscheiden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 30.04.2021 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja