Armbänder mit CDU-Logo auf einem Tisch (Foto: dpa)

Hans gegen CDU-Präsenzparteitag

  24.10.2020 | 13:53 Uhr

Dass der für den 4. Dezember geplante CDU-Parteitag in Stuttgart als Präsenzveranstaltung stattfindet, wird angesichts der steigenden Coronazahlen immer unwahrscheinlicher. Stattdessen könnte es einen dezentralen Parteitag an mehreren Orten geben. Der saarländische Ministerpräsident hat sich am Samstag gegen eine Präsenzveranstaltung ausgesprochen.

Es sei bei der derzeitigen Corona-Infektionslage nicht vermittelbar, dass Tausende Delegierte zu einem Treffen nach Baden-Württemberg reisten, sagte Hans (CDU) der "Rheinischen Post". Das wäre ein "verheerendes Signal", auch mit Blick auf die Einschränkungen, die die Bürger in ihrem Alltag coronabedingt erleben.

Der Ministerpräsident sprach sich stattdessen für einen Parteitag mit kleineren dezentralen Veranstaltungen und virtuellen Elementen aus. Eine solche Lösung werde gerade von der CDU-Spitze geprüft.

Wahl des Parteivorsitzes

Auf dem Parteitag soll unter anderem der neue Parteivorsitz gewählt werden. Bis dahin sollte Annegret Kramp-Karrenbauer CDU-Vorsitzende bleiben. Ursprünglich war die Wahl bereits für den 25. April angesetzt. Der, für diesen Tag vorgesehene, Sonderparteitag fiel jedoch wegen der Coronapandemie aus.

Bereits Anfang Februar hatte Kramp-Karrenbauer ihren Rücktritt vom Parteivorsitz und den Verzicht auf eine Kanzlerkandidatur verkündet. Als mögliche Nachfolger kandidieren Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, CDU-Wirtschaftsexperte Friedrich Merz und Ex-Bundesumweltminister Norbert Röttgen.

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