Glühender Stahl im Stahlwerk (Foto: SR)

Dillinger verzichtet auf Auslagern von 450 Jobs

Karin Mayer   30.06.2021 | 18:30 Uhr

Das Stahlunternehmen Dillinger verzichtet darauf, 450 Arbeitsplätze auszulagern. Darüber hat der Betriebsrat die Beschäftigten informiert. Doch das Unternehmen stellt auch Forderungen.

Rund 350 Mitarbeiter behalten ihre Jobs bei Dillinger und werden weiterhin nach Stahltarif bezahlt. 100 Arbeitsplätze werden sozialverträglich über Altersteilzeit abgebaut. Im Gegenzug verlangt der Vorstandsvorsitzende Karl-Ulrich Köhler mehr Flexibilität von der Belegschaft.

Es gehe dabei um Arbeitszeitkonten, Leiharbeit, Ferienarbeit, aber auch um Zusatz- und Freischichten je nach Auftragslage, sagte der Konzernbetriebsratsvorsitzende Michael Fischer dem SR. Der Betriebsrat habe dazu ein Eckpunktepapier verabschiedet. Innerhalb von drei Monaten sollen Betriebsvereinbarungen ausgehandelt werden.

Ankündigung zurückgenommen

Dillinger verzichtet auf Auslagerung von 450 Jobs
Audio [SR 3, Karin Mayer, 01.07.2021, Länge: 03:03 Min.]
Dillinger verzichtet auf Auslagerung von 450 Jobs

Der Betriebsrat hatte gemeinsam mit dem Info-Institut eine Alternative zum Outsourcing erarbeitet. Die Beschäftigten der Brammenadjustage, wo Stahlblöcke auf den Walzprozess vorbereitet werden, des Verladebetriebs im Hafen oder am Walzwerk hatten bereits im Februar 2020 erfahren, dass ihre Jobs im Rahmen des Sparprogramms ausgelagert werden sollen. Die Ankündigung wurde nun zurückgenommen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 30.06.2021 berichtet.

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