Der Hochofen der ROGESA Roheisengesellschaft Saar, Dillingen (Foto: picture alliance / Katja Sponholz/dpa | Katja Sponholz)

Dillinger und Saarstahl investieren in Umweltschutz

Karin Mayer / Onlinefassung: Melina Miller   17.03.2021 | 12:00 Uhr

Die Unternehmen Dillinger und Saarstahl investieren 28 Millionen Euro in eine neue Entstaubungsanlage und in Wärmerückgewinnung. Das Projekt betrifft eine Sinteranlage der ROGESA Roheisengesellschaft in Dillingen.

Bei der gemeinsamen Tochter Roheisengesellschaft werden nach Angaben der beiden Unternehmen durch das Umweltprojekt künftig 25.000 Tonnen CO2 eingespart. Durch die Wärmerückgewinnung aus bis zu 1000 Grad warmem Erz-Koks-Gemisch können zudem 82.000 MWh Wärme gewonnen werden. Auch Staubemissionen sollen durch die neue Anlage sinken.

"Durch die neue Rundkühlerentstaubung ist es uns gelungen, eine Win-Win-Situation für Umwelt und Wirtschaftlichkeit zu schaffen. Die gewonnene Energie der Wärmeauskopplung reduziert CO2 und erzeugt mehr Strom, der nicht zugekauft werden muss", erklärt Martin Baues, Technischer Vorstand von Dillinger und Saarstahl.

Grüner Stahl dauert noch

Wie das Unternehmen mitteilt, wird es noch lange dauern, bis ausreichend Wasserstoff für eine grüne Stahlproduktion verfügbar ist. Mit der verbesserten Anlage arbeiten die Stahlunternehmen nach eigenen Angaben daran, nachhaltiger zu werden. 

Für die Entstaubungsanlage und die Koksgaseindüsung im Hochofen haben Dillinger und Saarstahl insgesamt 70 Millionen Euro für Umweltverbesserungen und CO2 Einsparungen ausgegeben. 

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 17.03.2021 berichtet.

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