Ein Arbeiter in Schutzkleidung vor einem angestochenen Hochofen (Foto: dpa/Peter Steffen)

Mit Wasserstoff den CO2-Ausstoß bei Hochöfen reduzieren

Yvonne Schleinhege   24.05.2019 | 17:43 Uhr

"Dillinger" und Saarstahl gehen neue Wege bei der Stahlproduktion: Um den CO2-Ausstoß zu mindern, setzen sie erstmals Wasserstoff in den beiden Hochöfen in Dillingen ein. Dafür werden rund 14 Millionen Euro investiert.

Intensiv habe man an diesem neuen Verfahren gearbeitet: Es geht darum, das wasserstoffreiche Kuppelgas bzw. Koksgas, das im Verhüttungsprozess entsteht, in den Hochofen einzublasen. Diese Maßnahme führe dazu, dass im Prozess weniger Kohlenstoff benötigt wird. So könne man eine deutliche Menge CO2 einsparen, heißt es bei Dillinger und Saarstahl.

Darüber hinaus will man weitere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in diese Richtung unternehmen, um mehr CO2-Einsparmöglichkeiten in der Hochofenroute zu finden, sagte Technik-Vorstand Martin Baues. Die Bauarbeiten für diesen ersten Schritt sollen im laufenden Betrieb ausgeführt werden. Schon im kommenden Jahr soll die neue Technik in beiden Hochhöfen eingesetzt werden.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3 Rundschau vom 24.05.2019 berichtet.

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