Dillinger Hütte (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Keine Kartellstrafe für Dillinger Hütte

Mit Informationen der dpa   12.12.2019 | 12:03 Uhr

Die Dillinger Hütte bleibt trotz unrechtmäßiger Preisabsprachen straffrei. Das hat das Bundeskartellamt am Donnerstag mitgeteilt. Gegen die übrigen beteiligten Stahlunternehmen wurden Bußgelder in Millionenhöhe verhängt.

Das Bundeskartellamt wirft den Stahlherstellern Preisabsprachen bei sogenannten Quartoblechen zwischen 2002 und 2016 vor. Quartobleche kommen unter anderem beim Bau von Brücken, Schiffen oder Pipelines, aber auch im Maschinenbau zum Einsatz. Die Unternehmen sollen sich nach Angaben des Kartellamts regelmäßig über die Höhe von Aufpreisen und Zuschlägen abgestimmt haben, die bis zu 25 Prozent des Gesamtpreises ausmachen. Mit den Kunden sollte nur über den Basispreis verhandelt werden.

Hüttenwerke kooperierten

Da die Dillinger Hüttenwerke als erstes Unternehmen kooperiert hätten, sei ihnen das Bußgeld erlassen worden. Betroffen sind neben Thyssenkrupp auch Voestalpine und Ilsenburgger Grobblech. Alle Unternehmen haben die Vorwürfe eingeräumt, was bei der Höhe des Bußgeldes – insgesamt 646 Millionen Euro – berücksichtigt wurde.

Die Stahlhersteller können noch Einspruch gegen die Bußgelder einlegen. Voestalpine hat aber bereits mitgeteilt, das Geld zahlen zu wollen.

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