Arbeitskammer des Saarlandes (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Digitalisierung: Arbeitskammer fordert aktive Gestaltung

Karin Mayer   20.05.2019 | 18:03 Uhr

Nicht nur Politik und Wirtschaft, auch die Arbeitnehmervertretungen müssen sich intensiver mit den Folgen der Digitalisierung auseinandersetzen - so lauten die Forderungen der Arbeitskammer des Saarlandes. Hauptgeschäftsführer Thomas Otto sagte dem SR, Digitalisierung müsse zur Entlastung der Arbeitnehmer führen. Dafür sei Weiterbildung notwendig und der Datenschutz müsse beachtet werden.

Wie die Digitalisierung die Arbeit in der Dienstleistung verändert
Audio [SR 3, Karin Mayer, 20.05.2019, Länge: 03:10 Min.]
Wie die Digitalisierung die Arbeit in der Dienstleistung verändert

Bisher haben sich nur 15 Prozent der Personal- und Betriebsräte in der Dienstleistungsbranche ausführlich mit Digitalisierung beschäftigt. Das geht aus einer Studie der Arbeitskammer hervor. Fast drei Viertel der befragten Arbeitnehmervertreter geben aber an, dass die psychische Belastung in den Betrieben steigt. Die öffentliche Verwaltung ist laut Studie stark von der Digitalisierung betroffen.

Mathias Hoffmann von der Technologieberatungsstelle BEST betont, die Bürgerinnen und Bürger können jetzt Eingaben per Mail machen. Sie erwarten dann aber, dass sie so schnell bedient werden wie im Online-Handel. Darauf sei die Verwaltung nicht vorbereitet.  

 260.000 Beschäftigte im Dienstleistungssektor

Zum Dienstleistungssektor gehören neben der öffentlichen Verwaltung auch Banken, Versicherungen, die Pflege, aber auch Bildungseinrichtungen. Betroffen sind zudem Zustelldienste, Telekommunikationsunternehmen und der ÖPNV. Der Dienstleistungssektor im Saarland hat nach Angaben der Arbeitskammer mehr als 260.000 Beschäftigte. 

Über dieses Thema wurde auch in der SR3-Rundschau vom 20.05.2019 berichtet.

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