Die digitale Verwaltung (Foto: picture alliance / Zoonar | Khakimullin Aleksandr D9)

Zufriedenheit mit digitaler Verwaltung sinkt

  19.10.2021 | 15:49 Uhr

Während viele Menschen in Deutschland immer mehr alltägliche Dinge online erledigen, stagniert die digitale Abwicklung von Behördengängen. Wie aus einer Studie der Initiative D21 und der Technischen Universität München hervorgeht, sinkt zudem die Zufriedenheit mit der digitalen Verwaltung. Das Saarland liegt dabei im Durchschnitt.

Nur noch jeder zweite Bürger in Deutschland ist zufrieden mit den Online-Angeboten von Behörden - ein Rückgang von 15 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Das ist das Ergebnis des neuen eGovernment Monitors, einer repräsentative Studie der Initiative D21 und der Technischen Universität München. 

Gleichzeitig ist die Nutzung digitaler Verwaltungsangebote auf gleichem Niveau geblieben, wobei es zwischen den Bundesländern große Unterschiede gibt.

Saarland liegt im Durchschnitt

Während Hamburg im Ranking weit vorne liegt, erreicht das Saarland bei der Frage nach der Zufriedenheit bundesweit durchschnittliche Werte. Bei der Bekanntheit von digitalen Verwaltungsportalen belegt der "Bürgerdienste Saar" Platz vier im Ländervergleich. 61 Prozent der Befragten gaben an, das saarländische Verwaltungsportal zu kennen.

Gründe für schlechtes Abschneiden

Der Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik, Markus Richter, erklärt die Studienergebnisse mit den kontinuierlich steigenden Ansprüchen an den digitalen Staat.

"Wer im Alltag ganz selbstverständlich online einkauft und Bankgeschäfte per App erledigt, erwartet mit Recht auch solche niedrigschwelligen Angebote vom Staat."

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