Grundschüler arbeiten an Computern (Foto: picture alliance/Friso Gentsch/dpa)

Der Weg für den Digitalpakt ist frei

Uli Hauck / Onlinefassung: Kai Forst   20.02.2019 | 21:08 Uhr

Schüler und Lehrer an Deutschlands 40.000 Schulen können auf neuere Computer, besseres Internet und digitale Lehrmethoden hoffen. Bund und Länder haben sich auf die dafür nötige Grundgesetzänderung verständigt. Das Saarland kann nun in den nächsten fünf Jahren mit rund 60 Millionen Euro für die IT-Ausstattung der Schulen planen.

Interview: "Die beste Hardware an den Schulen nützt nichts, wenn sie nicht genutzt wird."
Audio [SR 3, Interview: Katja Preissner, 21.02.2019, Länge: 05:06 Min.]
Interview: "Die beste Hardware an den Schulen nützt nichts, wenn sie nicht genutzt wird."

Das Saarland hat auf den Geldregen vom Bund lange gewartet, jetzt soll er konkret zum Beispiel in interaktive Tafeln, Beamer, leistungsstarke Schulserver oder ein schulweites WLAN-Netz gesteckt werden. Für maximal 24.000 Euro pro Schule können zudem Tablets angeschafft werden, wenn die Infrastruktur ausgebaut ist und es pädagogische Nutzungskonzepte dafür gibt.

Kompetenzen für das Leben in der digitalen Welt erwerben

Nach Ansicht von Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) gibt es auch im Saarland bereits „großartige Konzepte“ für digitalen Unterricht. Einige Landkreise als Schulträger seien dabei „sehr vorbildlich und hätten sehr gute Ideen, wie die Gelder künftig eingesetzt werden sollen“. Auch Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) freut sich: Er hofft, dass die saarländischen Schüler jetzt Kompetenzen für das Leben und Arbeiten in der digitalen Welt auch in den Schulen erwerben. "Ich freue mich, dass allen Beteiligten an einer tragfähigen und vernünftigen Lösung gelegen war. Entgegen manchen Unkenrufen zeigt sich: Das föderale System funktioniert – es funktioniert sogar sehr gut", sagte Commerçon.

Video [aktueller bericht, 21.02.2019, Länge: 6:17 Min.]
Nachrichten

Tagesschau.de
Einigung beim Digitalpakt
Die Digitalisierung deutscher Schulen kann kommen: Der Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag einigte sich auf Formulierungen für eine Grundgesetzänderung, die Milliardenhilfen für die Länder ermöglicht.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 20.02.2019 berichtet.

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