Ein Erwachsener spritzt ein an Diabetes Typ 1 erkranktes Mädchen die notwendigen Insulineinheiten mit dem Insulinpen in den Bauch. (Foto: dpa)

Diabetesgesellschaft kritisiert Landesregierung

  24.09.2020 | 21:02 Uhr

Die Deutsche Diabetesgesellschaft sieht im Saarland einen großen Nachholbedarf bei der Inklusion von Schülern mit Diabetes Typ 1. Die Regionalsprecherin der Gesellschaft, Gabi Heimes, sagte dem SR, anders als in anderen Bundesländern gebe es im Saarland keine Modellprojekte.

Kinder mit Diabetes Typ 1 würden häufig vom Unterricht suspendiert oder von Schulveranstaltungen ausgeschlossen, weil die Betreuungsfrage nicht geklärt sei, so die Regionalsprecherin der Deutschen Diabetesgesellschaft, Gabi Heimes.

Es gebe keine einheitlichen Vorgaben für die Schulung von Lehrern und Betreuern. Eine Möglichkeit sei es, so die Diabetesgesellschaft, Schulkrankenschwestern in die geplanten multiprofessionellen Teams an Schulen einzubinden.

Bachmann wehrt sich gegen Vorwürfe

Das saarländische Gesundheitsministerium hat die Kritik zurückgewiesen. Ministerin Monika Bachmann (CDU) erklärte, es würde jährlich bis zu einer Million Euro in die Versorgung von Kindern mit Diabetes-Erkrankung in Regelschulen investiert. Mit Betroffenen solle gesprochen und das Angebot bei Bedarf verbessert werden.

Über dieses Thema hat auch die Sendung "aktueller bericht" im SR Fernsehen vom 24.09.2020 berichtet.

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