Angehörige und Religiöse tragen während einer islamischen Beerdigung in Wittenheim (Département Haut-Rhin) den Sarg eines Mannes, der an dem Coronavirus gestorben ist. (Foto: picture alliance/Sebastien Bozon/AFP/dpa)

40 Prozent mehr Tote in Moselle

Hajo Müller   13.04.2020 | 11:53 Uhr

Im saarländischen Nachbar-Département Moselle sind im März dieses Jahres deutlich mehr Menschen gestorben als im März des vergangenen Jahres. Der Anstieg liegt auch deutlich über den Zahlen aus anderen französischen Regionen.

Dass die Zahl der Toten gestiegen ist, dürfte wegen der Corona-Pandemie zunächst kaum verwundern. Die Zahlen, die das französische nationale Statistikamt erhoben hat, zeigen aber: Nirgendwo sind sie so stark gestiegen wie im ostfranzösischen Département Moselle, den Vogesen und der Region rund um Colmar.

Allein in Moselle gab es im März dieses Jahres 40 Prozent mehr Tote als im März 2019. In anderen französischen Regionen sind die Todeszahlen entweder nur leicht gestiegen oder sie lagen sogar noch unter denen des Vorjahres. Das zeigt, wie sehr die Grenzregion zum Saarland von der Corona-Krise betroffen ist. Doch es besteht auch Hoffnung: 1050 Menschen sind in Moselle wegen einer Covid-19 Infektion im Krankenhaus, über 800 inzwischen aber auch wieder gesund nach Hause zurückgekehrt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 13.04.2020 berichtet.

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