Die Agentur für Arbeit (Foto: SR)

Mehr Geld zur Beschäftigungssicherung im Coronajahr 2020

Melina Miller   26.02.2021 | 16:49 Uhr

Die Agentur für Arbeit Saarland hat im Corona-Jahr 2020 insgesamt rund 226 Millionen Euro an konjunkturellem Kurzarbeitergeld ausgegeben. Das entspricht einer Steigerung um 6770 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2019, wie die Agentur mitteilte. Grund dafür sei demnach die Beschäftigungssicherung in der Corona-Pandemie.

Auch die Ausgaben für Arbeitslosengeld I sind nach Angaben der Agentur für Arbeit Saarland im Jahr 2020 deutlich gestiegen. Mit rund 263 Millionen Euro sei dafür knapp 42 Prozent mehr Geld als noch im Vorjahr aufgewendet worden. Die Zahl der arbeitslosen Saarländerinnen und Saarländer stieg im Jahresdurchschnitt 2020 demnach im Vergleich zum Vorjahr um 5.500 auf fast 38.400 Menschen.

Gleichzeitig sei im Coronajahr 2020 aber weniger Insovenzgeld als noch im Vorjahr beantragt worden, so die Agentur. Das liege unter anderem daran, dass bereits 2019 einige größere Insolvenzmeldungen im Saarland vorausgegangen seien. Im Jahr 2019 seien noch 18,2 Millionen Euro Insolvenzgeld beantragt worden, 2020 dann 12,4 Millionen - 31,6 Prozent weniger.

Herausforderung: Strukturwandel

Eine der größten Herausforderungen für die Arbeitsagentur sei es, arbeitslose Menschen für die künftigen Anforderungen des Arbeitsmarktes - gerade auch mit Blick auf den Strukturwandel - zu qualifizieren. Knapp 30 Millionen Euro seien deshalb im vergangenen Jahr im Saarland in Weiterbildungsmaßnahmen investiert worden.

Bundesweit wurde nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2020 eine Rekordsumme von 61 Milliarden Euro aufgewendet, um die Folgen der Pandemie am Arbeitsmarkt abzufedern. Im Jahr 2019 lagen die Ausgaben bei 33,2 Milliarden Euro.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja