Gestapelte Tische und Stühle stehen vor einem geschlossenen Lokal (Foto: picture alliance/dpa | Michael Kappeler)

Dehoga fordert Hilfen für Gastro und Eventbranche

Sarah Sassou   03.12.2021 | 14:55 Uhr

Der saarländische Dehoga fordert für die Gastronomie und Veranstaltungsbranche staatliche Hilfe, wie es sie im vergangenen Jahr auch gegeben hat. Beide Branchen seien am Ende und fürchteten um ihre Beschäftigten.

Die Gastronomie und die Veranstaltungsbranche brauchen dringend staatliche Unterstützung – das fordert der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) im Saarland, Michael Buchna.

Video [aktueller bericht, 03.12.2021, Länge: 2:43 Min.]
Dehoga sieht Branche in Bedrängnis

Zwar gebe es noch Hilfen, diese seien aber gekürzt worden oder passten nicht zu den Betrieben. Nur mit der Erstattung der Fixkosten könnten viele Betriebe nicht überleben.   

Kaum Planbarkeit für Betriebe

Buchna sprach von der derzeitigen Situation als einem Lockdown auf Raten, der vielen Betrieben die Planbarkeit nehme. Der Dehoga kritisiert auch die aktuelle Kurzarbeiterregelung, die von den Arbeitgebern mehr finanzielle Beteiligung fordere. Die Rücklagen der Betriebe seien aber aufgebraucht. 

Auch die Veranstaltungsbranche sieht sich vor massiven Problemen. Jens Spallek vom Poprat Saarland sagte, 96 Prozent der Veranstaltungen im Saarland seien bis Ende März abgesagt. Verlegungen seien schwierig, da das kommende Jahr bereits mit Veranstaltungen aus dem Jahr 2020 belegt sei.

Kritik gibt es auch daran, dass die Politik noch immer keine Definition vorgelegt hat, ab wann ein Event eine Großveranstaltung ist. 

Maßnahmen schwierig umzusetzen

Dehoga fordert Hilfen für Gastro und Eventbranche
Audio [SR 3, Sarah Sassou, 03.12.2021, Länge: 03:19 Min.]
Dehoga fordert Hilfen für Gastro und Eventbranche

Die Corona-Maßnahmen begrüßt der Verband. Allerdings sei die Umsetzung schwierig, zum Beispiel sei die 2G-Plus-Regelung für Gastronomie und Hotellerie ein größeres Problem als gedacht. Die Testkapazitäten seien nicht ausreichend. Zudem seien Schnelltests, um in den Betrieben selbst zu testen, auf Wochen ausverkauft.

Auch befürchten sowohl Gastronomie als auch Veranstaltungsbranche, noch mehr Mitarbeiter zu verlieren. Dehoga-Geschäftsführer Frank Hohrath sagte, die Branche sei sowohl wirtschaftlich als auch mental schon am Ende. Bundesweit habe die Branche in der Pandemie bereits 170.000 Mitarbeiter verloren.

Auch ein Thema in der „Region am Nachmittag“ am 03.12.2021 auf SR 3 Saarlandwelle.

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