"Gast-Los!" steht auf einem Schild neben dem Logo des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes e.V. (DEHOGA)  (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Paul Zinken)

Hoffnung für die Gastgeber-Branche?

  24.03.2021 | 11:05 Uhr

Der saarländische Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) hat die Entscheidungen der Bund-Länder-Beratungen scharf kritisiert. Man hangle sich von Shutdown zu Shutdown. Gleichzeitig macht eine Videokonferenz mit Ministerpräsident Hans Hoffnung.

Man sei enttäuscht und wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, teilte der DEHOGA Saar mit. Die Wahl der Instrumente der Bundesregierung hätte sich seit einem Jahr nicht angepasst oder weiterentwickelt. Die Entscheidungsträger hangelten sich von Shutdown zu Shutdown. So verharre auch die Gastgeberbranche weiter in einem Dauerlockdown.

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Allerdings macht eine Videokonferenz zwischen dem DEHOGA und Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) der Gastgeberbranche Hoffnung. Demnach könnte der Dauerlockdown zumindest zum Teil bald zu Ende gehen. „Wir bekamen glaubhaft in Aussicht gestellt, dass es nach Ostern zu einem Systemwechsel mit testbasierten Öffnungsschritten kommen wird. Auch dem Ministerpräsidenten ist deutlich bewusst, dass die Zeit der Lockdown-Politik beendet werden muss“, sagt Michael Buchna, Präsident des DEHOGA Saar.

"Hotels sind keine Labore"

Ziel sei es nun, nach Ostern in den Anfang März vereinbarten Stufenplan der Regierung zurückzukehren und „dementsprechend mit der Öffnung der Außengastronomie zu starten“, so Buchna. Dies sollte unter wirtschaftlichen und praxisnahen Bedingungen geschehen. „Dazu gehört, dass Gaststätten und Hotels definitiv keine Labore sind“.

Mehr Geld vom Bund?

Zufrieden zeigt sich Buchna auch, weil Ministerpräsident Hans offenbar zusätzliche Gelder in Aussicht gestellt hat. So habe sich Hans beim Bund für finanzielle Hilfen stark gemacht. Sie soll es laut DEHOGA für alle geben, die schon längere Zeit ihre Türen geschlossen halten müssen.

„Es ist allerspätestens an der Zeit, die Hilfspakete deutlich aufzustocken, um die Existenzen der betroffenen Unternehmen und Arbeitsplätze endlich zu sichern. Das hat uns Tobias Hans zugesagt und ich hoffe inständig, dass sie dieses Mal auch direkt fließen“, betonte Buchna.

Gewerkschaft kritisiert Alleingänge mit Arbeitgeberverband

Auch die Gewerkschaft Nahrung- Genuss- Gaststätten (NGG) hatte an dem Branchengespräch mit Ministerpräsident Hans teilgenommen. Sie zeigte sich erfreut über mögliche Öffnungsperspektiven, kritisierte allerdings eine mangelnde Beteiligung der Beschäftigten. Von Seiten des Wirtschaftsministeriums liefen die vorbereitenden Gespräche für die Öffnung ausschließlich mit dem Arbeitgeberverband, so Mark Baumeister, Geschäftsführer der NGG-Regio Saar.

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