Eine Tafel mit dem Hinweis auf die 3G-Regel - geimpft, genesen oder getestet (Foto: picture alliance/dpa | Oliver Berg)

Gastronomen beklagen Stillstand beim Saarland-Modell

mit Informationen von Yvonne Schleinhege   07.09.2021 | 18:01 Uhr

Vor den Herbst- und Wintermonate fordert der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Saarland eine weiterführende Umsetzung des Saarland-Modells. Mit den geltenden Abstands- und 3G-Regelungen und dazu noch geschlossener Außengastronomie könnten viele Betriebe nicht wirtschaftlich arbeiten.

Der Hotel und Gaststättenverband Dehoga Saarland hat die Landesregierung aufgefordert, das Saarland-Modell weiter umzusetzen. Präsident Michael Buchna sagte auf dem Verbandstag in Saarbrücken, das Saarland-Modell verharre seit Monaten im Stillstand.

Was die Gastronomie jetzt von der Politik erwartet
Audio [SR 3, Yvonne Schleinhege, 07.09.2021, Länge: 02:58 Min.]
Was die Gastronomie jetzt von der Politik erwartet

Andere Bundesländer seien schon weiter, sagte Buchna. Beispielsweise gebe es in Rheinland-Pfalz trotz steigender Inzidenzen für die Gastro-Mitarbeiter keine Maskenpflicht mehr. In Baden-Württemberg seien die Abstandsregeln für die Innengastronomie aufgehoben, in Nordrhein-Westfalen die Kontaktverfolgung für Gäste aufgehoben.

Umsatzverluste durch Abstandsregeln

Im Saarland aber könnten wegen der geltenden Abstandsregeln viele Restaurants nur zu Hälfte besetzt werden. Das bedeute Umsatzverluste. Dabei stünde mit dem Saarland-Modell ein funktionierendes Konzept zur Verfügung, das eine wirtschaftlichere Betriebsweise erlauben würde, so der Dehoga. Dessen Rahmenbedingungen müssten aber auch genutzt werden.

Gravierender Fachkräftemangel

Ein gravierendes Problem sei zudem der Personal- und Fachkräftemängel. Viele Gaststätten hätten wegen fehlenden Personals bereits ihre Öffnungszeiten einschränken müssen. Um die Mitarbeiter zu halten, brauche es eine klare Perspektive für die Branche, auch für die Wintermonate, so Buchna.

Video [aktueller bericht, 07.09.2021, Länge: 3:00 Min.]
Gastronomen fordern verlässliche Perspektiven für den Herbst und Winter

Angesichts der aktuellen Debatte über eine 2G-Regel sieht der Dehoga die Politik in der Pflicht. Zwar wäre ein Zugang nur für Geimpfte und Genesen besser als ein erneuter Lockdown, aber wenn 2G komme, dann nur für alle mit einheitlichen Regelungen. Schon jetzt zerreiße die Diskussion die Branche, so Dehoga Saarland-Geschäftsführer Frank Hohrat.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 07.09.2021 berichtet.

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