Der internationale Impfausweis (Foto: picture alliance/dpa/Sophia Kembowski)

Debatte um Impfnachweis beim Job geht weiter

Karin Mayer / Onlinefassung: Leonie Rottmann   10.11.2021 | 07:22 Uhr

Die Debatte um die Abfrage des Impfstatus durch den Arbeitgeber nimmt wieder Fahrt auf. Die Vereinigung Saarländischer Unternehmensverbände hat sich klar dafür ausgesprochen, ebenso die Industrie- und Handelskammer. Kritik kommt von der Arbeitskammer.

Die Vereinigung Saarländischer Unternehmensverbände (VSU) hat sich dafür ausgesprochen, dass Firmen den Impfstatus ihrer Beschäftigten abfragen dürfen. VSU-Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter nannte es unverhältnismäßig, dass Arbeitgeber die Frage nach dem Impfpass nicht stellen dürften.

Ähnlich äußerte sich Mathias Hafner, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK). Man sei bei der Abfrage des Impfstatus derzeit in einer paradoxen Situation. Viele Bürger seien es mittlerweile gewohnt, in verschiedenen Situationen wie zum Beispiel Restaurantbesuchen ihren Impfstatus zu zeigen, der sogar dokumentiert werde.

„Und ausgerechnet am Arbeitsplatz soll das nicht möglich sein, obwohl es hier ja doch einigen Mehrwert bringen würde.“

Arbeitskammer lehnt Abfrage ab

Die Arbeitskammer des Saarlandes lehnt eine Auskunft für Arbeitgeber über den Impfstatus ab. Sprecherin Beatrice Zeiger forderte, sensible Gesundheitsdaten weiter zu schützen.

Nach Einschätzung des saarländischen Gesundheitsministeriums dürfen Arbeitgeber für die Lohnfortzahlung im Quarantänefall den Impfstatus ihrer Beschäftigten erfragen. Die Abfrage sei im Rahmen des Bundesdatenschutzgesetzes erlaubt, wenn es der Einhaltung der arbeitsrechtlichen Pflichten des Arbeitgebers diene.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 10.11.2021 berichtet.

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