David Maas (GdP) (Foto: Pressefoto GdP)

Rückendeckung für Maaß nach AfD-kritischem Post

Thomas Gerber   24.02.2020 | 12:13 Uhr

Der Landeschef der Gewerkschaft der Polizei, David Maaß, hat für einen kritischen Facebook-Post zur AfD Rückendeckung von der Landesregierung bekommen. Nachdem Maaß Opfer etlicher Hasskommentare geworden ist, ermittelt nun der Staatsschutz.

"Mit den AfD-Wählern in den Dialog treten"
Audio [SR 2, Thomas Shihabi, 24.02.2020, Länge: 06:59 Min.]
"Mit den AfD-Wählern in den Dialog treten"

Unter dem Eindruck des verheerenden Terroranschlags von Hanau hatte David Maaß am Wochenende die AfD als "geistige Brandstifterin" und als "Schande für Deutschland" bezeichnet. Gegen den rechten Terror müssten die demokratischen Kräfte ein Zeichen setzen.

Der Post auf der privaten Facebook-Seite von Maaß ging übers Wochenende durch die Decke – inzwischen gibt es weit mehr als 30.000 Kommentare. Darunter auch Beschimpfungen wie "Ratte", aber auch die Aufforderung an Maaß, sich das Leben zu nehmen. Der Staatsschutz ist eingeschaltet, er überprüft die Kommentare.

Maaß hatte sich in seinem Post als Polizist, Gewerkschafter und Antifaschist bezeichnet, aufgetreten war er in Polizeiuniform. Auch dafür erhielt er volle Rückendeckung von der Politik. Landesinnenminister Klaus Bouillon (CDU) erklärte, er stehe hinter Maaß. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) versprach ihm Schutz vor Hass und Anfeindungen. "Legt euch nicht mit dem Saarland an", postete Hans auf Facebook.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 24.02.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja