Bildmontage: Symbolhaftes Teströrchen mit der Aufschrift Covid-19 positiv hinter einer Saarlandkarte (Foto: picture alliance/Weber/Eibner-Pressefoto, SR)

Coronazahlen sinken trotz Lockerungen

Thomas Braun   08.03.2021 | 13:19 Uhr

Die Corona-Lage im Saarland hat sich vorerst weiter entspannt. Nur acht Kommunen liegen aktuell über einer Inzidenz von 100, auch die weitere Öffnung von Kitas und Schulen hat bislang keine großen Auswirkungen. Derzeit hat das Saarland die drittniedrigste Inzidenz bundesweit.

Seit zwei Wochen nehmen die saarländischen Grundschülerinnen und -schüler wieder im Wechsel am Präsenzunterricht teil, auch der Aufruf zur Kinderbetreuung zuhause gilt nicht mehr. Auf das Infektionsgeschehen haben sich diese Lockerungen bislang aber offenbar nicht ausgewirkt. In der Altersgruppe der 0-4-Jährigen etwa ist die Inzidenz im Vergleich zur Vorwoche sogar um zwei Drittel gesunken.

Tendenziell liegen im Regionalverband und Kreis Saarlouis die Meldezahlen in den Kita- und Schuljahrgängen etwas höher als im Schnitt, dafür sind dort ältere Jahrgänge weniger betroffen als in anderen Landkreisen. Im Saarpfalz-Kreis und in Merzig-Wadern ist die Sieben-Tage-Inzidenz in den Schuljahrgängen nur halb so hoch wie im Landesschnitt.

Drittniedrigste Inzidenz bundesweit

Während das Saarland Anfang Februar noch bundesweit eine der höchsten Inzidenzen hatte, liegt sie laut RKI mit 58,6 deutlich unter dem Bundesschnitt von 68,0. Noch niedriger ist die Inzidenz derzeit nur in Schleswig-Holstein und in Rheinland-Pfalz.

Hälfte der Saar-Kommunen unter 50er-Inzidenz

Im Vergleich zur Vorwoche ist die Zahl der Kommunen, die weniger als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen verzeichneten, weiter gestiegen: 27 Städte und Gemeinden hatten eine Inzidenz von unter 50, 16 davon sogar unter 35.

Eine Inzidenz über 200 wurde aus keiner Kommune mehr gemeldet, insgesamt acht lagen noch über einem Wert von 100.

Sterbefälle weiter rückläufig

Weiter gesunken ist auch die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. In der vergangenen Woche meldeten die saarländischen Gesundheitsbehörden 20 Verstorbene - und damit noch einmal vier weniger als eine Woche zuvor.

Sorge wegen Verbreitung von Mutanten

Unklar ist noch, ob diese Phase der Entspannung weiter andauert. Sorge bereitet Experten vor allem die immer stärkere Ausbreitung der deutlich ansteckenderen Virusvarianten. Auch deshalb mahnte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) in seiner Regierungserklärung am Montag im Landtag weiter zur Vorsicht. Er rief zudem die Saarländer dazu auf, das Angebot, sich kostenlos testen zu lassen, rege zu nutzen.

Durch die breitflächige Testung können insbesondere asymptomatische Krankheitsverläufe früher erkannt und so möglicherweise Infektionsketten frühzeitig unterbrochen werden.

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