Passanten gehen durch die Saarbrücker Innenstadt.  (Foto: picture alliance/dpa | Oliver Dietze)

Pandemie-Folgen bereiten Saarländern Sorge

  26.10.2021 | 10:59 Uhr

Die Corona-Pandemie hat sich laut einer neuen htw-Studie auf die Saarländerinnen und Saarländer äußerst unterschiedlich ausgewirkt. Während sich Jüngere stärker eingeschränkt fühlen, machen sich Ältere eher Sorgen um die Langzeitfolgen. Viele verzeichnen einen Arbeitsanstieg.

Für einen Großteil der Saarländerinnen und Saarländer hat die Corona-Pandemie nicht nur deutliche Einschränkungen und emotionale Belastungen, sondern auch einen spürbaren Anstieg der Arbeitsbelastung mit sich gebracht.

Das geht aus der Studie „Covid_Saar“ hervor, deren Ergebnisse die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) jetzt vorgestellt hat. Seit Beginn der Pandemie hatte Prof. Tatjana König die Saarländer nach ihrer Gefühlslage befragt.

Mehr Arbeit, teils weniger Einkommen

40 Prozent der mehr als 1900 befragten Saarländerinnen und Saarländer zwischen 18 und 87 Jahren verzeichneten deutlich mehr Arbeit als vor der Pandemie. Am stärksten betroffen waren das Gesundheitswesen sowie der schulische Bereich. Am wenigsten tangiert war das Baugewerbe.

Pandemie-Folgen bereiten Saarländern Sorge
Audio [SR 3, Interview: Simin Sadeghi / Tatjana König, 29.10.2021, Länge: 03:19 Min.]
Pandemie-Folgen bereiten Saarländern Sorge

Dieser Anstieg der Arbeitsintensität schlug sich jedoch gerade in der ersten Pandemiewelle selten in gestiegenen Haushaltseinkommen nieder. 23,3 Prozent der Befragten erlitten sogar finanzielle Einbußen. Bei der zweiten und dritten Welle gaben 26 bzw. 23 Prozent einen Rückgang an, während das Einkommen bei knapp über 20 Prozent stieg.

Die größten Einbußen während der zweiten Pandemie-Welle verzeichneten Beschäftigte in der Industrie, bei der dritten Welle traf es den Handel.

Schub für Arbeiten zuhause

Einen Schub hat die Pandemie der Verlagerung von Büroarbeitsplätzen ins Homeoffice beschert. Knapp die Hälfte der Berufstätigen, darunter vor allem die jüngeren Altersgruppen, wollen auch nach der Corona-Zeit zumindest teilweise weiter von zuhause aus arbeiten.

Besondere Sorgen machen sich die Befragten um eine staatliche Überschuldung und um die psychischen Folgen der Kontaktbeschränkungen und des Homeschoolings für Kinder und Jugendliche. Vor allem Ältere sehen hier die größten Probleme.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja