Eine Corona-drive-in-Teststation (Foto: Imago Images/CTK Photo/Josef Vostarek)

Corona-Teststationen in jedem Landkreis

mit Informationen von Steffani Balle   20.03.2020 | 18:29 Uhr

In jedem saarländischen Landkreis soll es schon bald ein oder zwei Corona-Testzentren geben. Geplant sind vorrangig Drive-In-Stationen. Außerdem sollen Fieberpraxen für die Patienten eingerichtet werden, die nicht zu schwer erkrankt sind.

Bereits fest steht, dass auf dem Ford-Parkplatz in Saarlouis Drive-In-Tests möglich sein sollen. Das gleiche ist auf dem HIL-Gelände in St. Wendel geplant, wie der Landkreis dem SR mitteilte. Dort wird die Bundeswehr die Organisation übernehmen. Für hier gibt es schon die Öffnungszeiten: Ab Dienstag jeden Tag ab 10.00 und bis 16.00 Uhr ist dort die Zufahrt vorgesehen.

Video [aktueller bericht, 20.03.2020, Länge: 2:51 Min.]
Neue Lösung für Corona-Testzentren

Der Landkreis Neunkirchen wird sein Corona-Testzentrum in der Seminar-Sporthalle Ottweiler aufbauen. Es wird keine Drive-In-Station. Die Bundeswehr ist an diesem Standort nicht mit eingebunden. Das Testzentrum soll in der nächsten Woche öffnen, wann ist noch unklar.

Weitere Corona-Testzentren
Audio [SR 3, Steffani Balle, 20.03.2020, Länge: 01:06 Min.]
Weitere Corona-Testzentren

Auch alle anderen Landkreise haben schon mögliche Standorte vorausgewählt, die jetzt von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) jeweils vor Ort geprüft werden.

Mit den neuen Teststationen soll es aber weiterhin keine Reihentestungen geben. Dafür würden die Laborkapazitäten nicht ausreichen, sagte die KV. Aktuell seien rund 2000 Tests pro Tag möglich. Außerdem müsste man jeden, dessen Test negativ war, nach zwei Tagen wieder testen, da in der Zwischenzeit eine Infektion erfolgt sein könnte.

Fieberpraxen für leichtere Fälle

"Es sollen Feldlazarette und Fieberpraxen eingerichtet werden"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Gerd Heger/Steffani Balle, 20.03.2020, Länge: 02:37 Min.]
"Es sollen Feldlazarette und Fieberpraxen eingerichtet werden"

Zusätzlich zu den neuen Teststationen sollen in jedem Landkreis mindestens zwei Fieberpraxen eingerichtet werden, die mit entsprechenden Schutz-Utensilien ausgestattet werden. Dort sollen Patienten mit Fieber behandelt werden, die aber nicht so schwer erkrankt sind, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen. Derzeit läuft eine Abfrage bei den niedergelassenen Ärzten, wer seine Praxis zur Verfügung stellt. Das soll auch dazu dienen, Corona-Patienten aus den anderen Hausarzt-Praxen herauszuhalten.

Wie nach SR-Informationen im Gesundheitsausschuss berichtet wurde, sind derzeit bereits zwölf Arztpraxen und zwei Kinderärzte wegen Kontakt zum Coronavirus vom Netz genommen.

Über dieses Thema berichtete die Region am Mittag am 20.03.2020 auf SR 3 Saarlandwelle.

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