Eine Frau zeigt ihren digitalen Impfpass mit der 3. Impfung (Boostzerimpfung) vor. (Foto: IMAGO / Eibner)

Diese Corona-Regeln gelten im Saarland

  08.05.2022 | 08:27 Uhr

Weil sich das Infektionsgeschehen im Saarland seit Beginn der Corona-Pandemie stetig geändert hat, werden die Regelungen regelmäßig angepasst. Welche Maßnahmen aktuell gelten, zeigt diese Übersicht.

Um die Coronapandemie einzudämmen, setzt die Landesregierung per Rechtsverordnung bestimmte Regeln fest.




  • Bei privaten Treffen gelten keine Kontaktbeschränkungen mehr.



Medizinische Mund-Nasen-Bedeckungen

Das Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung (OP-Masken und Masken der Standards KN95/N95, FFP2 oder höherer Standards) ist verpflichtend

  • in Arztpraxen, Krankenhäusern, Einrichtungen für ambulantes Operieren, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt, Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken, ambulanten Pflegediensten, die ambulante Intensivpflege in Einrichtungen, Wohngruppen oder sonstigen gemeinschaftlichen Wohnformen erbringen, und von Rettungsdiensten

  • in Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs

  • in Obdachlosenunterkünften, Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerbern, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedlern.

  • Darüber hinaus können Einrichtungen, Geschäfte oder Behörden im Rahmen ihres Hausrechts auch weiterhin eine Maskenpflicht vorschreiben.

Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung nach besteht nicht:


  • für Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres
  • für Personen, die ärztlich bescheinigt aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung, einer ärztlich bescheinigten chronischen Erkrankung oder einer Behinderung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können,
  • für gehörlose und schwerhörige Menschen sowie deren Begleitpersonen und unmittelbare Kommunikationspartner,
  • für stationäre Patienten in Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen außerhalb des unmittelbaren Personenkontaktes
  •  während Tätigkeiten, bei denen nach der Natur der Sache das Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung nicht möglich ist.

Arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen bleiben davon unberührt. Außerdem können Firmen, der Einzelhandel und Behörden per Hausrecht eine Maskenpflicht einführen.



2G-Plus:

  • für Besucherinnen und Besucher in Krankenhäusern und Pflegeheimen.


3G-Regeln:

Keine generellen Vorschriften. Aber Einrichtungen, Geschäfte oder Behörden können im Rahmen ihres Hausrechts auch weiterhin eine 3G-Regel anwenden.


2G-Regeln:

Keine generellen Vorschriften. Aber Einrichtungen, Geschäfte oder Behörden können im Rahmen ihres Hausrechts auch weiterhin eine 2G-Regel anwenden.


*Das bedeuten 2G, 2G-Plus und 3G

  • 2G: Zutritt haben nur Personen, die nachweisen können, dass sie vollständig geimpft oder genesen sind.

  • 2G-Plus: Zutritt haben nur Personen, die nachweisen können, dass sie vollständig geimpft oder genesen sind. Außerdem müssen sie zusätzlich einen negativen Corona-Schnelltest (maximal 24 Stunden alt) oder PCR-Test (maximal 48 Stunden alt) vorlegen. Als 2G-Plus-Nachweis gilt außerdem ein Impfnachweis in Verbindung mit einem Nachweis über die erfolgte Auffrischungsimpfung (Ausnahme Krankenhäuser und Pflegeheime). Frisch geimpfte und genesene Personen müssen für die Dauer von drei Monaten nach der Grundimmunisierung bzw. nach der Infektion weder einen Testnachweis noch den Nachweis einer Auffrischimpfung vorlegen.

  • 3G: Zutritt haben alle Personen, die nachweisen können, dass sie vollständig geimpft, genesen oder getestet sind.

Diese Ausnahmen gibt es:

Von der Pflicht zur Vorlage eines 3G/2G/2G-Plus-Nachweises sind Personen ausgenommen, die:

  • das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben
  • Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig an Tests in den Schulen teilnehmen und das 18. Lebensjahr noch nicht überschritten haben.
  • Kinder über 6 Jahre, die eine KiTa oder Einrichtung der Kindertagespflege besuchen und dort regelmäßig an Tests teilnehmen
  • Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können sowie Schwangere im ersten Schwangerschaftsdrittel.



Schulen

  • In Schulen besteht keine Testpflicht mehr.
  • Schulfremde Personen können an schulischen Veranstaltungen im Innenbereich nur teilnehmen, wenn sie einen 3G-Nachweis vorlegen. Diese Regelung gilt nur für solche Veranstaltungen, die nicht als Teil des Unterrichts- und Betreuungsbetriebs im engeren Sinne zu betrachten sind.
  • In Pflegeschulen und Schulen für Gesundheitsfachberufe muss im Präsenzschulbetrieb jeder teilnehmenden Person (Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Praxisbegleiterinnen und -begleiter, Mitglieder eines Prüfungsausschusses, alle anderen an der Schule tätigen Personen) zweimal pro Woche kostenfrei ein Test in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 angeboten werden, der vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen ist.


Kindertagesstätten

Die Einrichtung hat jedem Kind ab Vollendung des ersten Lebensjahres, das die Einrichtung besucht, zweimal pro Kalenderwoche kostenfrei einen Test in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 anzubieten, der vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen ist. 


Regeln für die Landesaufnahmestelle

Personen, die neu oder nach mindestens sieben Tagen dauernder Abwesenheit erneut in der Landesaufnahmestelle aufgenommen werden, sind verpflichtet, sich in eine zugewiesene Unterkunft zu begeben und sich dort ständig abzusondern. Solange eine Pflicht zur Absonderung besteht, ist es nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht dem eigenen Hausstand angehören. Die Absonderung nach Satz 1 endet, sobald der zu Beginn der Absonderung durchgeführte Coronatest keine Infektion mit SARS-CoV-2 nachweist.

Personen, die in der Landesaufnahmestelle wohnpflichtig sind, müssen beim Auftreten von Symptomen, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus im Sinne der dafür jeweils aktuellen Kriterien des Robert Koch-Instituts hinweisen, den Leiter der Einrichtung informieren. Sie müssen sich dann in eine zugewiesene Unterkunft begeben und sich dort bis zur Vorlage des Testergebnisses absondern.



  • Als geboostert gelten im Saarland Menschen, die eine Auffrischimpfung nach einer Grundimmunisierung erhalten haben. Dies ist bei allen Impfstoffen und Impfstoff-Kombinationen erst mit der dritten Impfung der Fall, auch bei einer Erstimpfung mit dem Janssen-Vakzin von Johnson & Johnson.
  • Außerdem gilt als geboostert, wer genesen ist und dann zwei Impfungen erhalten hat oder wer nach zwei Impfungen genesen ist.
  • Mit Geboosterten gleichgestellt sind frisch geimpfte und genesene Personen für die Dauer von drei Monaten nach der Grundimmunisierung bzw. nach der Infektion. Für Geimpfte gilt das allerdings erst 14 Tage nach ihrer Impfung, für Genesene 28 Tage nach ihrem positiven PCR-Test.



Der Besuch von Clubs und Diskotheken und vergleichbaren Einrichtungen sowie vergleichbaren Tanzveranstaltungen ist wieder erlaubt. Es ist kein 3G-Nachweis erforderlich.


Veranstaltungen

  • Die Betriebsbeschränkungen in Form der Personenobergrenze bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen im Innen- sowie Außenbereich entfallen.


Kostenlose Schnelltests

Die Bürgertests sind kostenlos. Im Saarland kann sich also jede Person mindestens ein Mal pro Woche, bei Bedarf auch häufiger, kostenlos mit einem Schnelltest auf das Coronavirus testen lassen.



  • Personen mit einem positiven Testergebnis müssen für fünf Tage in Quarantäne. 48 Stunden vor Ablauf der Quarantäne dürfen keine typischen Symptome einer Corona-Infektion vorliegen. Ist dies nicht der Fall verlängert sich die Absonderungsdauer auf zehn Tage.
  • Haushaltsangehörige und enge Kontaktpersonen müssen sich nicht mehr in Absonderung begeben. Ihnen wird jedoch empfohlen, Kontakte zu reduzieren, soweit zumutbar vor allem in geschlossenen Räumen eine FFP2-Maske oder eine medizinische Maske zu tragen und sich an sieben Tagen täglich selbst zu testen.
  • Beschäftigte in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen dürfen nach Ministeriumsangaben die Einrichtung ungeachtet ihres Immunitätsstatus nur betreten, wenn ein in einer Testeinrichtung durchgeführter PoC-Antigentest ein negatives Ergebnis aufweist. Als negativer Testnachweis gilt in diesem Zusammenhang auch ein PCR-Test mit einem Ct-Wert größer 30.

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