Schüler einer Oberstufe des Gymnasium Wendalinum in St. Wendel - teils vor Ort in Präsenz, teils online zugeschaltet. (Foto: SR)

60 Wendalinum-Gymnasiasten in Quarantäne

Mit Informationen von Julia Berdin   05.01.2022 | 20:15 Uhr

Am St. Wendeler Gymnasium Wendalinum sind derzeit 20 Schülerinnen und Schüler an Corona erkrankt. Weitere 40 sind als Kontaktpersonen in Quarantäne. Die Schulleitung würde die Oberstufe am liebsten komplett auf Onlineunterricht umstellen.

Nicht nur das Cluster in der St. Wendeler Kneipenszene sorgt in St. Wendel derzeit für Sorgenfalten, auch das Gymnasium Wendalinum verzeichnet viele Infektionen. Insgesamt 20 Schülerinnen und Schüler sind derzeit mit dem Coronavirus infiziert, weitere 40 Kontaktpersonen sind in Quarantäne.

Präsenzunterricht im Gymnasium Wendalinum trotz Corona-Fällen
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 05.01.2022, Länge: 03:02 Min.]
Präsenzunterricht im Gymnasium Wendalinum trotz Corona-Fällen

Im Grundkurs Geschichte in der zwölften Klasse etwa fehlt deshalb aktuell ein Drittel aller Schüler im Präsenzunterricht, an dem das Bildungsministerium festhalten will. Die Schüler werden online zugeschaltet.

Erhöhtes Infektionsgeschehen

„Wir haben ja im Moment im St. Wendeler Land ein erhöhtes Infektionsgeschehen, das insbesondere auf diesen Ausbruch in der Kneipenszene zurückzuführen ist“, sagte Schulleiter Alexander Besch dem SR. Eindeutig nachgewiesen ist dieser Zusammenhang nach Angaben des Gesundheitsamtes allerdings noch nicht.

Besch sieht allerdings noch eine weitere Ursache. „Bei uns spezifisch hier im Haus gibt es auch noch eine Skifahrt eines privaten Anbieters, bei der auch viele Schüler von uns mitgefahren sind, was die Situation für uns ein Stück weit verschärft.“

Keine Infektionen innerhalb der Schule

Die Fahrt fand in den Weihnachtsferien statt. Deshalb wird derzeit davon ausgegangen, dass bislang keine Ansteckungen innerhalb der Schule stattgefunden haben.

„Ich war noch nie in Quarantäne, ich habe es aber ein bisschen erwartet“, sagt Schüler Jakob Müller. „In den Ferien habe ich mitbekommen, dass in St. Wendel Corona ausgebrochen ist. Und ich war in der Gruppe im Skiurlaub. Dann kam gestern die Nachricht, dass jemand in der Gruppe positiv getestet wurde. Da war eigentlich ziemlich klar, dass ich mal locker eine Woche in Quarantäne bin.“

Gesundheitsamt hat noch nicht entschieden

Der Ausbruch beschränkt sich hauptsächlich auf die Klassenstufen elf und zwölf. Hier wird nun täglich getestet. „Damit ist unser Repertoire ausgeschöpft, was wir tun können“, sagt Schulleiter Besch.

Jetzt müsse man abwarten, was das Gesundheitsamt entscheidet. Beim Bildungsministerium habe man für die beiden Jahrgänge Homeschooling beantragt, so Besch. „Hier wird aber darauf verwiesen, dass die Entscheidung beim Gesundheitsamt liegt. Und das hat bisher keine Quarantäne angeordnet.“

Dynamik nicht absehbar

Die Schulleitung würde die Oberstufe am liebsten komplett auf Online-Unterricht umstellen. Das sei gerade bei älteren Schülern gut umzusetzen und würde das Sicherheitsgefühl steigern – zumal noch nicht absehbar ist, welche Dynamik das Ausbruchsgeschehen an der Schule noch entwickelt. Aber vorerst bleibt es dabei: Ein Teil der Schüler lernt im Klassensaal, der andere zuhause am Computer.

„Mir geht es zuhause relativ gut“, sagt Jakob Müller. „Man kann das gut über den PC machen. Die meisten Lehrer schalten einen online einfach dazu, man kann dem folgen.“

Schüler verunsichert

Im Mathematik-Unterricht sei zum Beispiel der Bildschirm geteilt worden, sodass der Schüler mitschreiben konnte. „Aber es wäre einfacher, wenn alle online beschult werden.“

„Es ist sehr viel Unsicherheit mit dabei“, sagt auch Schüler Justin Seibert. Es sei nicht klar, wie es jetzt mit der Schule weitergehe, ob im Präsenzunterricht oder von zuhause aus – und auch privat.

Die Unsicherheit in der aktuellen Situation ist groß – und die Aussichten, wie es weitergeht, sind ungewiss.

Über dieses Thema hat auch der „aktuelle bericht“ vom 05.01.2021 berichtet.

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