Eine Frau mit FFP2-Maske zwischen weiteren Fahrgästen in einer Bahn (Foto: picture alliance/dpa | Tobias Hase)

Grenzüberschreitender ÖPNV weiter ausgesetzt

  18.03.2021 | 14:54 Uhr

Das Beförderungsverbot für den grenzüberschreitenden ÖPNV zwischen dem Département Moselle und dem Saarland bleibt für weitere vierzehn Tage bestehen. Die Linksfraktion im Landtag und die FDP kritisieren die Maßnahme - sie sei für die deutsch-französisches Freundschaft verheerend.

Wie das saarländische Verkehrsministerium mitteilte, soll das Beförderungsverbot bis zum 31. März weiter gelten. Die Bundesregierung habe eine entsprechende Corona-Schutz-Verordnung verlängert. Mit der Maßnahme soll verhindert werden, dass sich neue Virusvarianten weiter ausbreiten. Es bestehe das Risiko, dass die aktuell verwendeten Impfstoffe gegen diese weniger wirksam seien. Das Département Moselle war Ende Februar als Virusvarianten-Gebiet eingestuft worden.

Linke und Grüne für Aufhebung des Verbots

Die Linksfraktion im saarländischen Landtag und die FDP fordern, den Öffentlichen Nahverkehr zwischen Frankreich und dem Saarland umgehend wieder aufzunehmen. Der Linken-Abgeordnete Jochen Flackus erklärte, die andauernde Aussetzung des grenzüberschreitenden Verkehrs gefährde die gute Nachbarschaft zu Frankreich. Busse und Bahnen, die an den Grenzen haltmachten, könnten ein Virus nicht aufhalten, aber eine gute Partnerschaft zerstören.

Ähnlich äußerte sich FDP-Landeschef Oliver Luksic. Es sei nicht einzusehen, dass es erlaubt sei, nach Mallorca zu reisen, nicht aber mit der Saarbahn nach Saargemünd zu fahren.

Anreise mit privaten Verkehrsmitteln nach Corona-Test

Pendler aus Moselle dürfen derzeit nicht mit Bus und Bahn in das Saarland einreisen. Die Maßnahme betrifft unter anderem die Saarbahnlinie S1, die weiterhin nur bis Hanweiler fährt, sowie die Buslinie 30 nach Forbach.

Pendler, die mit privaten Verkehrsmitteln ins Saarland einreisen, müssen einen negativen Corona-Test mit sich führen, der nicht älter ist als 48 Stunden. Die Bundespolizei kontrolliert die Einhaltung der Maßnahmen in Grenznähe weiterhin stichprobenartig.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 17.03.2021 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja