Feldbetten in einer zum Corona-Notfallzentrum umfunktionierten Sporthalle (Foto: picture alliance/Thomas Frey/dpa)

Sechs Hallen sollen "Versorgungszentren" werden

Carolin Dylla   28.03.2020 | 15:16 Uhr

Der Gesundheitsausschuss des Landtags hat am Freitag über die aktuelle Corona-Situation und deren Auswirkungen auf das Saarland beraten. Durch die Umwandlung von Hallen in Betreuungszentren sollen zusätzlich rund 900 Behandlungsplätze für Covid-19-Patienten geschaffen werden.

Sechs Hallen im Saarland werden zu Versorgungszentren
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 28.03.2020, Länge: 00:53 Min.]
Sechs Hallen im Saarland werden zu Versorgungszentren

Sechs Hallen sollen zu sogenannten "Versorgungszentren" für Corona-Patienten umfunktioniert werden. Die genauen Standorte müssen das Innen- und Gesundheitsministerium aber noch final abstimmen. Ausnahme: Die Schulturnhalle in Marpingen, die bereits am Donnerstag für die Behandlung hergerichtet wurde.

An jedem Hallenstandort sollen rund 150 Patienten behandelt werden können. Insgesamt entstünden also rund 900 zusätzliche Behandlungsplätze für leichte Verläufe von Covid-19-Erkrankungen.

Noch reichen die Kapazitäten

Abstimmungsbedarf gibt es laut Teilnehmern des Ausschusses vor allem noch in der Frage, wer diese Versorgungszentren letztlich betreiben soll. Die Hallen sind allerdings noch eine reine Vorsichtsmaßnahme. Denn im Moment steigt die Zahl der Infizierten langsamer als ursprünglich angenommen – und die Krankenhauskapazitäten reichen noch aus.

Das zeigt auch die Tatsache, dass am Freitag noch elf Corona-Patienten aus Grand Est im Saarland behandelt wurden.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 27.03.2020 berichtet.

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