In einem St. Ingberter Labor werden Corona-Proben analysiert (Foto: Sebastian Knöbber)

Corona-Teststrategie für Wintermonate überarbeitet

  18.09.2020 | 06:33 Uhr

Die Landesregierung hat die Corona-Teststrategie für das Saarland überarbeitet. Ein Stufenkonzept soll es ermöglichen, die Zahl der Tests je nach Infektionsgeschehen zu erhöhen. Die Strategie könne an die Anforderungen der epidemiologischen Lage und die nationale Strategie angepasst werden, heißt es.

Mit der neuen Strategie bereite man sich auf die Wintermonate vor, teilte das Gesundheitsministerium mit. "Es geht uns insbesondere um die Testung von Personen, die bislang nicht von den Empfehlungen des RKI erfasst werden, sowie um Testungen in Bereichen, bei denen eine höhere Gefahr für ein Infektionsgeschehen besteht", erklärten Gesundheitsministerin Monika Bachmann und Staatssekretär Stephan Kolling (beide CDU).

Derzeit würden pro Tag bis zu 2300 Tests in Laboren analysiert. Pro Woche fallen nach Ministeriumsangaben zwischen 9000 und 12.000 Tests an. Sie kommen von Praxen, Kranken- und Pflegeeinrichtungen und Patienten mit Symptomen und Kontaktpersonen. Darüber hinaus würden weiterhin Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten innerhalb von zehn Tagen nach Einreise angeboten.

Strategie für Ausweitung

Nach Angaben des Ministerium ist vor allem am stationären Testzentrum in Saarbrücken auf dem Messegelände eine Steigerung der Tests kurzfristig möglich. Dort kann je nach Lage die Zahl der Abstriche auf bis zu 2000 pro Tag erhöht werden.

Parallel würde dann in den verarbeitenden Laboren ein Mehrschichtbetrieb wiedereingeführt, um die vielen Tests auch auswerten zu können. Zudem könne man je nach epidemiologischer Lage weitere mobile Teams und mobile Teststationen einsetzen, um mehr Abstriche nehmen können können.

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