Corona-Test (Foto: SR)

Datenschützer kritisieren neue Corona-Testregeln

Steffani Balle / Onlinefassung: Axel Wagner   01.07.2022 | 16:14 Uhr

Die neuen Regelungen für Corona-Bürgertests stoßen bei Datenschützern im Saarland auf Kritik. Sie sehen darin ein großes Problem mit mangelnder Privatsphäre.

Die neue Corona-Testverordnung aus Berlin bereitet Datenschützern „Bauchweh“. Ein Sprecher des Unabhängigen Datenschutzzentrums Saarland äußerte Bedenken, weil die Nachweispflicht privater Aktivitäten viel zu tiefe Einblicke in die Privatsphäre biete. Eine umfängliche Nachweispflicht beispielsweise mit Namen und Anschrift der vulnerablen Person, die man besuchen wolle, gehe viel zu weit.

Video [aktueller bericht, 01.07.2022, Länge: 3:33 Min.]
Was es bei Corona noch zu beachten gilt

Eine einfache Selbstauskunft sollte aus Datenschutz-Sicht reichen. Dafür müssten die Test-Erbringer aber auch von Teilen der Dokumentarpflicht befreit werden. Eine Haftung für die Richtigkeit der Nachweise durch Dritte, etwa die Kassenärztliche Vereinigung Saarland, ist nach Ansicht der Datenschützer nicht zu vertreten.

Für wen sie kostenlos sind und wer bezahlen muss
Was jetzt für die Corona-Bürgertests gilt
Die kostenlosen Corona-Bürgertests für alle sind abgeschafft. Für bestimmte Gruppen gelten jedoch Ausnahmen. Wer sich weiter kostenlos testen lassen kann, wer drei Euro bezahlen muss und wer mehr, das haben wir in diesem FAQ zusammengestellt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 01.07.2022 berichtet.

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