Ein Mitarbeiter eines metallverarbeitenden Betriebes (Foto: dpa/Carsten Rheder)

Anträge auf Corona-Soforthilfen des Bundes ab Mittwoch

  31.03.2020 | 16:27 Uhr

Kleine Firmen, Freiberufler und Solo-Selbstständige können ab Mittwoch die neuen Soforthilfen des Bundes erhalten. Das Bundesgeld steht seit Montag zur Verfügung, die Umsetzung in den Bundesländern musste aber zuerst vorbereitet werden.

Entgegen der Meldung von Montagmorgen konnten die Anträge auf Soforthilfen der Bundesregierung nicht in allen Bundesländern bereits am Montag gestellt werden. Auch im Saarland können erst ab Mittwoch Anträge eingereicht werden.

Grund dafür ist die Umstellung von Landeshilfen auf Bundeshilfen. Die saarländische Landesregierung hinke nicht hinterher, sondern sei das zweite Bundesland nach Bayern gewesen, das mit eigenen Soforthilfen gehandelt habe, so ein Sprecher des saarländischen Wirtschaftsministeriums. Diese Soforthilfen würden nun von Bundeshilfen abgelöst werden.

Das 50-Milliarden-Euro-Programm der Bundesregierung sieht vor, dass Kleinunternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten einmalig 9000 Euro erhalten können, Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro. Das Geld ist vor allem dafür vorgesehen, trotz einbrechender Einnahmen weiterlaufende Zahlungsverpflichtungen etwa für die Miete von Geschäftsräumen abzudecken. Für die Auszahlung sind Behörden oder Förderbanken der Länder zuständig.

Auch Landwirte erhalten Soforthilfe

Der saarländische Verbraucherschutzminister Jost wies darauf hin, dass die Hilfen auch für Landwirte mit bis zu zehn Beschäftigten gelten. Das sei ein wichtiges Signal für die Branche, die gerade jetzt einen Auftrag zur Sicherung der Lebensmittelversorgung für die Bevölkerung wahrnehme. 

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 30.03.2020 berichtet.

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