Eine Ärztin hält ein Abstrichstäbchen im Plasikröhrchen in den Händen, nachdem sie einen Abstrich entnommen hat. (Foto: dpa/Felix Kästle)

Jeder vierte neue Coronafall ist älter als 60 Jahre

Thomas Braun   02.11.2020 | 10:54 Uhr

Der Schutz der älteren Bevölkerung vor einer Corona-Ansteckung gelingt im Saarland offenbar zunehmend schlechter. In der vergangenen Woche ist der Anteil der Über-60-Jährigen, die positiv getestet wurden, noch einmal deutlich gestiegen.

Knapp 420 Neuinfektionen bei Menschen über 60 Jahren verzeichnete das Robert-Koch-Institut in der vergangenen Woche im Saarland. Das geht aus vorläufigen Daten des RKI* hervor. In jedem vierten Fall in dieser Gruppe wurde das Virus bei einer Person über 80 Jahren nachgewiesen.

Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in der Altersgruppe der Über-60-Jährigen um 82 Prozent - und damit deutlich stärker als in der Gesamtbevölkerung (+55 Prozent). Der Anteil der älteren Personen an allen Fällen liegt mittlerweile bei 26 Prozent. Anfang des Monats waren es noch knapp zehn Prozent. Im Sommer lag der Anteil noch einmal deutlich darunter.

Menschen über 60 Jahre zählen laut RKI zur Risikogruppe für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung. Im Saarland ist knapp ein Drittel der Bevölkerung 60 Jahre oder älter.

*Anmerkung

Die Meldedaten des RKI sind vorläufig und können sich nachträglich noch leicht ändern. Bislang liegen im Survstat, dem Onlinetool des RKI für Meldedaten zu Infektionskrankheiten, Altersangaben zu knapp 97 Prozent der bestätigten Coronafälle im Saarland vor.

Die aktuellen Daten sind zudem nur bedingt mit den Zahlen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile mehr getestet wird, und damit auch mehr Menschen mit leichten oder sogar symptomfreien Verläufen entdeckt werden.

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