Isabelle Prianon, Geschäftsführerin des Eurodistrict SaarMoselle (von links), Gilbert Schuh, Bürgermeister von Morsbach und Vizepräsident des Eurodistrict SaarMoselle und Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU)  (Foto: Becker&Bredel)

Saarbrücken sieht sich gut gerüstet

Thomas Gerber   14.03.2020 | 10:21 Uhr

Zwar sind auch in Saarbrücken zahlreiche Veranstaltungen der Stadt aufgrund der Coronakrise abgesagt, trotzdem sieht sich die Verwaltung gut aufgestellt. Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) sagte am Freitag, auch wenn sich die Lage weiter verschlimmern würde, bleibe das Rathaus zumindest in seinen Kernbereichen funktionstüchtig.

Auch die Verwaltung ist nicht von dem Virus verschont geblieben – ein Mitarbeiter wurde am Mittwoch positiv getestet. Er und sein Bürokollege befinden sich in häuslicher Quarantäne, eine komplette Rathausetage wurde desinfiziert. Trotz dieses Einzelfalles und trotz des saisonbedingt hohen Krankenstandes von bis zu 30 Prozent  – Conradt sieht sein Rathaus gerüstet. Schon seit den ersten Meldungen, seit mehreren Wochen liefen die Vorbereitungen, seien die Pandemie-Planungen angelaufen.

Zunehmende Diskriminierungen

Die sehen für einige systemrelevante Bereiche vor, dass sie in jedem Fall besetzt bleiben – etwa die Feuerwehr und das Ordnungsamt. All das will Conradt  jetzt in einem Bürgerbrief öffentlich machen, und darin berichtet er auch von zunehmenden Diskriminierungen gegenüber den französischen Nachbarn.

Ohne die aber ginge in Saarbrücken nur noch wenig. Nicht nur als Kunden würden sie gebraucht – allein im Klinikum Winterberg arbeiteten 150 Mitarbeiter mit Wohnsitz im nahen Frankreich. Die seit Donnerstag laufenden Coronakontrollen an der Grenze, für Conradt sind sie wohl das falsche Signal. Die Krise könne man nur gemeinsam bewältigen, sagt er – vor dem Rathaus wehte am Freitag den ganzen Tag die Trikolore.

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Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 14.03.2020 berichtet.

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