Mitarbeiter des Ordnungsamtes (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Ortspolizeibehörden kontrollieren Risiko-Rückkehrer

  18.09.2020 | 16:48 Uhr

Einreisende aus Corona-Risikogebieten müssen ein ärztliches Zeugnis über eine eventuelle Corona-Infektion vorlegen, wenn sie behördlich dazu aufgefordert werden. Zuständig sind dafür im Saarland künftig die Ortspolizeibehörden.

Wer aus einem Corona-Risikogebiet kommt, ist verpflichtet, sich bei der Ortspolizeibehörde zu melden und muss sich für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben, sofern er kein negatives Testergebnis vorlegen kann, das nicht mehr als zwei Tage alt ist. Die Ortspolizeibehörde kann künftig auch verlangen, dass ein ärztliches Zeugnis über eine eventuellen Corona-Infektion vorlegt wird, oder die Durchführung einer Abstrichuntersuchung anordnen, heißt es aus dem Gesundheitsministerium.

"Kontrolle in einer Hand"

Mit der Bündelung der Kompetenzen bei den Ortspolizeibehörden sollen die Gesundheitsämter entlastet werden. „Wir haben in den vergangenen Wochen und Monaten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der saarländischen Behörden sehr viel abverlangt. Mit der Übertragung der Zuständigkeit an die Ortspolizeibehörden legen wir die Kontrolle der von uns vorgegebenen Maßnahmen in eine Hand“, sagte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU).

Die neue Regelung gilt ab Montag. Dann tritt eine neue saarländische Quarantäne-Verordnung in Kraft. Sie enthält auch die Testplicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten, die bereits in einer Verordnung vom Bundesgesundheitsministerium am 6. August beschlossen wurde.

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