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Poprat Saarland fordert massive Unterstützung

Axel Wagner   20.04.2020 | 21:21 Uhr

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise und der zahlreichen ausfallenden Veranstaltungen hat der Poprat Saarland einen umfangreichen Forderungskatalog vorgelegt. Vor allem von der Landesregierung, aber auch vom Bund fordern die Kulturschaffenden massive Unterstützung.

Besonders auf die prekäre Lage der „nicht bei staatlichen oder öffentlichen Kulturinstitutionen angestellten Popkultur-, Kultur- und Kreativschaffenden im Land“ müsse hingewiesen werden, heißt es im Maßnahmenkatalog des Poprates. Kulturschaffende seien „die bunte Klammer unseres gesellschaftlichen Lebens“. Darüber hinaus weist der Poprat auch auf die wirtschaftliche und touristische Bedeutung des Kulturbereichs hin.

Rechtliche Definitionen gefordert

Was die Kulturschaffenden besonders stört ist, dass beim geltenden Verbot von Großveranstaltungen bis 31. August Land und Bund bei genau diesem Begriff vage bleiben. „Es herrscht eine enorme Unsicherheit darüber, wie ‚Großveranstaltung‘ definiert ist, also ab welcher Besuchergröße die behördlichen Verbote gelten. Zudem lässt die bisherige Diskussion um Veranstaltungsverbote die Art der Veranstaltung unberücksichtigt.“

Der Begriff „Großveranstaltung“ müsse mit Blick auf die Besucherzahlen, die Art der Veranstaltung und die Zeiträume des Verbots genau definiert werden, fordert der Poprat. Gleiches gelte für die „höhere Gewalt“. „Hier geht es um teilweise existenzbedrohende Haftungsfragen. Ohne Rechtssicherheit für den Veranstalter/Vermieter kann dieser ein Event nicht absagen, ohne in die Haftung zu kommen.“ Des Weiteren müsse auch die Einbeziehung Dritter gesetzlich geregelt werden, etwa bei „Geisterkonzerten“, Fotoshootings oder Musikvideo-Drehs.

Umfangreiche Förderung

Leichterer Zugang zu Wagniskapital, stärkere und stetige staatliche Förderung der Kulturschaffenden, Kurzarbeitergeld, Kinderbetreuung – die Liste der Poprat-Forderungen ist lang. Besonders am Herzen liegt dem Verein auch die Schaffung einer Kultur- und Kreativ-Stabsstelle bei der Landesregierung. Dort könne man in festen Arbeitsgruppen in einen stetigen Dialog treten.

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