Ein Geschäft wirbt im Schaufenster für seinen Onlineshop. (Foto: Angelika Warmuth/dpa)

Onlinehandel profitiert bislang nicht

Axel Wagner   22.03.2020 | 14:49 Uhr

Weil wegen der Ausgangsbeschränkungen zahlreiche Geschäfte geschlossen sind, kaufen mehr Saarländer online ein – könnte man meinen. Doch das scheint nicht der Fall zu sein. Die Paketdienste registrieren bislang jedenfalls kein zusätzliches Paketaufkommen.

Bei der Deutschen Post DHL sieht man bislang normale Sendungsmengen und kann keinerlei Engpässe feststellen. „Die Brief- und Paketzustellung läuft aktuell bundesweit weiter zuverlässig“, sagte Pressesprecher Heinz-Jürgen Thomeczek dem SR. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben eine spezielle Task Force für die Coronakrise, die sich täglich trifft und die Entwicklung weltweit beobachtet. Bei den Arbeitsanweisungen und Vorsichtsmaßnahmen, so Thomeczek, richte man sich nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts. So verzichte man etwa bei der Paketübergabe bis auf Weiteres auf die eigenhändige Empfangsbestätigung durch den Empfänger.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch beim Hermes-Versand ab. „Stand heute haben wir keine Indizien dafür, dass die Corona-Krise die Sendungsmengen zusätzlich erhöht“, so Pressesprecher Friedemann Koenig. Das könne sich allerdings schnell ändern, denn wenn die Zahl der Infizierten weiter steige, sei der Onlinehandel strukturell im Vorteil. Bei Hermes befasst sich ebenfalls ein Krisenstab mit möglichen Problemen.

Auch bei den Onlinehändlern selbst ist von einer Zunahme der Bestellungen bislang nichts zu spüren. Das „Handelsblatt“ berichtete am Samstag, vereinzelt meldeten Händler sogar sinkende Umsätze.

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