Eine Reisende wird in einem Corona-Testzentrum getestet. (Foto: dpa/Christoph Schmidt)

Steigende Coronazahlen: Kaum ältere Saarländer betroffen

Thomas Braun   10.08.2020 | 11:10 Uhr

Im Saarland haben sich zuletzt fast ausschließlich jüngere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Zwei Drittel der über 70 bestätigten Corona-Neuinfektionen im Saarland waren unter 35 Jahren, wie aus Daten des Robert Koch-Institutes hervorgeht.

In den vergangenen zwei Wochen sind dem Robert Koch-Institut 73 neue Corona-Fälle aus dem Saarland übermittelt worden. 50 der positiv getesteten Personen - als gut zwei Drittel - sind jünger als 35 Jahre.

Nur zwei Neuinfizierte über 60 Jahren

Umgekehrt gab es keine neuen Corona-Fälle bei über 80-Jährigen. In der Altersgruppe der 60- bis 79-Jährigen wurden nur zwei Neuinfektionen festgestellt.

Offensichtlich gelingt es derzeit im Saarland, die Risikogruppen für schwere Corona-Krankheitsverläufe vor einer Ansteckung zu schützen. Entsprechend bleiben auch die Patientenzahlen in den Kliniken auf einem niedrigen Niveau.

Keine neuen Todesfälle seit sechs Wochen

Derzeit werden sieben Personen stationär im Krankenhaus behandelt, vier mehr als noch vor zwei Wochen. Ein Patient davon liegt auf der Intensivstation. Seit mehr als sechs Wochen gab es im Saarland keinen neuen Todesfall mehr in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Zu Beginn der Pandemie war das Saarland noch besonders stark betroffen. Bezogen auf die Einwohnerzahl waren hier so viele Menschen nach einer Corona-Infektion verstorben wie in kaum einem anderen Bundesland. Nur in Bayern ist der Anteil nach Angaben des RKI noch höher.

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